Düren - Thomas Kocian ist jetzt für Evivo am Netz

Thomas Kocian ist jetzt für Evivo am Netz

Von: jan
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Der eine Spieler kommt (Thomas
Der eine Spieler kommt (Thomas Kocian, links), der andere geht. Felix Isaak verlässt Evivo mit bisher unbekanntem Ziel. Foto: Guido Jansen

Düren. Beim dritten Mal hat es geklappt. „Endlich”, wird sich Tomas Kocian gedacht haben, als er seinen Vertrag beim Volleyball-Bundesligist Evivo Düren unterschrieben hat. Der 23-Jährige wechselt vom Zweitliga-Meister VC Eintracht Mendig nach Düren.

Neben Merten Krüger soll Kocian die Funktion des Spielmachers übernehmen. Bis dass die Unterschriften unter dem Einjahres-Vertrag getrocknet waren, musste Kocian ein langes Auf und Ab in Kauf nehmen. Evivo war schon lange der Wunsch-Verein des Spielmachers. Zwei Mal schon war ein Engagement in Düren geplatzt. Im vergangenen Jahr kam ihm Merten Krüger zuvor. Im Winter, als Dürens Routinier Ilja Wiederschein seine Karriere beendete, scheiterte der Wechsel an der Ablösesumme.

Und auch dieses Mal wäre es fast nichts geworden. Kocian hatte vor einigen Wochen schon die Zusage. Dann sagte Evivo trotzdem ab. Der Champions League-Sieger aus dem italienischen Trento hatte Düren einen Spieler für ein Leihgeschäft angeboten. Düren, das künftig enger auf diese Weise mit Trento kooperieren will, ging auf das Angebot ein.

„Da war ich schon sehr enttäuscht. Aber so läuft das nun mal im Profi-Geschäft”, erklärte Kocian seine Gefühlslage und warum er trotzdem noch interessiert war, als Evivo sich nach kurzer Zeit wieder meldete. Der Trento-Transfer kam nicht zu Stande. Kocian und Düren machten dann schnell Nägel mit Köpfen. „Die Bundesliga war schon lange mein Ziel und Düren mein Wunsch-Verein”, erklärte Spieler Nummer zehn für die kommende Saison. Im Gegensatz zu Mendig, wo Dürens Ex-Trainer Bernd Werscheck üblicherweise drei Mal pro Woche mit seinen Spielern übt, stehen in Düren zehn Einheiten an. „Jetzt will ich an meine Grenze gehen und mich verbessern, indem ich mehr trainiere”, so Kocian.

Evivos neuer Trainer Söhnke Hinz war angetan von der Trainingsmoral des 23-Jährigen. „Er arbeitet sehr gewissenhaft. Man merkt, dass er für Volleyball lebt”, schilderte Hinz seine Eindrücke aus dem Probetraining. Kocian bringe zudem die Erfahrung aus fünf Jahren Zweite Liga mit. Da hat der 1,92 Meter große Volleyballer viel Spielpraxis erhalten. Das Talent wurde Kocian übrigens in die Wiege gelegt. Vater Milan Kocian war der Kapitän der slowakischen Nationalmannschaft und spielte von 1991 bis 1999 in Mendig. Seitdem lebt Kocian in Mayen. Deswegen spricht der Neu-Dürener perfektes Deutsch mit leichten Koblenzer Einschlag.

Nicht nur auf dem Spielfeld will Tomas Kocian einen Schritt nach vorne machen. Mittlerweile hat er sein BWL-Studium mit dem Bachelor abgeschlossen. Parallel zum Volleyball in Düren will er noch den größeren Master-Abschluss erwerben.
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