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Sieg-Chancen stehen so gut wie nie

Von: jan
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Jan Umlauft (Evivo, rechts) und Roy Friedrich (Haching) nahmen jetzt in Halle schon einmal den Austragungsort des Endspiels um den Volleyball-Pokla in Foto: Guido Jansen

Halle. Die vielen Erinnerungen kamen schlagartig zurück. „Ich weiß noch, dass ich mich an Max fest geklammert habe, nachdem wir einen Punkt beim Block gemacht haben”, berichtete Jan Umlauft, der Kapitän des Volleyball-Bundesligisten Evivo Düren, als er an den Ort zurückkehrte, an dem vor knapp zwei Jahren das bisher spektakulärste Spiel seiner Karriere stattgefunden hat.

Damals, am 6. März 2008, hat Evivo schon einmal im Finale um den deutschen Volleyball-Pokal im Gerry Weber Stadion in Halle gestanden.

9000 Zuschauer sorgten damals bei der größten Veranstaltung des deutschen Volleyballs für lautstarke Stimmung, 1000 davon kamen aus Düren und bildeten eine rote Wand. Jan Umlauft hat sich häufig an seinen damaligen Mitspieler und WG-Mitbewohner Max Günthör geklammert. Denn Düren hatte viel Grund zum Jubeln. Beinahe wäre es dem krassen Außenseiter gelungen, den großen Favoriten VfB Friedrichshafen zu schlagen. Aber nur beinahe. Düren verlor 2:3, gewann zwar jede Menge Anerkennung, aber keinen Titel.

Der soll jetzt her, am 7. März. „Die Chancen waren noch nie so gut”, sagte Umlauft bei einem Vorabbesuch im Mekka des deutschen Volleyballs. 50:50 - so schätzen die Experten das Kräfteverhältnis vor dem Finale ein. Noch nie hatte Düren, das schon drei Mal in der Finalrunde um die Meisterschaft und drei Mal im Pokalfinale gestanden hat, so gute Karten. Denn zum ersten Mal heißt der Gegner nicht VfB Friedrichshafen. Den hat Evivo mit dem lautesten Paukenschlag der Saison bisher aus dem Rennen geworfen. Auf der anderen Seite des Netzes steht Generali Haching, der Titelverteidiger. Und sie haben „Mister Halle” in ihren Reihen. Der ist niemand anderes als Max Günthör. Der Blocker war bei jedem Finale in Westfalen dabei, zwei Mal mit dem VfB, einmal mit Düren und jetzt zum zweiten Mal mit Haching. Günthörs Mannschaftskollege Roy Friedrich, der mit Umlauft zum Vorab-Besuch in Halle war, bekundete die Absichten seines Teams: „Wir wollen den Pokal wieder mit nach Hause nehmen.” Außerdem will Haching Revanche nehmen für die Heimniederlage, die es im November gegen Düren kassierte. „Wir wollen zeigen, dass wir besser sind.” Umlauft, der mit Friedrich vor einigen Jahren noch in der Junioren-Nationalmannschaft gespielt hat, konterte: „Wir haben bestimmt keine Angst vor Haching.”

Und genau das macht die Sache interessant. So spannend wie in diesem Jahr war die Frage nach dem Favoriten im Pokalfinale lange nicht mehr. Das scheinen auch die Zuschauer zu merken. „Halle boomt”, sagte Thorsten Endres, der Geschäftsführer der Deutschen Volleyball-Liga (DVL). So gut ist der Vorverkauf noch nie gelaufen. Ende vergangener Woche waren 7500 der 11000 Tickets verkauft. Evivo will 1200 bis 1400 Fans mit nach Westfalen bringen. Diejenigen, die das große Halle-Paket mit Eintrittskarte, Zugfahrt mit der Rurtalbahn und Fan-Shirt kaufen, bezahlen 51 Euro. Auch hier werden die Karten knapp. Mehr Infos gibt es unter http://www.evivo-dueren.de.
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