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Nur berührt oder bewusst attackiert?

Von: Guido Jansen
Letzte Aktualisierung:

Düren. Die Frage, ob Evivo Dürens wichtigster Angreifer Christian Dünnes nach einer vermeintlichen Tätlichkeit gegen einen Linienrichter gesperrt wird, ist weiter unklar.

Am Samstag, bei der Dürener 2:3-Heimniederlage in der Volleyball-Bundesliga gegen die Netzhoppers Königs Wusterhausen, soll der 25-Jährige einen Linienrichter mit den Händen gestoßen haben. Dünnes will sich selbst zu dem Vorgang nicht äußern.

Das Schiedsgericht hat nach der Partie eine Tätlichkeit in den Spielbericht eingetragen. Während der Partie war keine Reaktion erfolgt. Selbst der betroffene Linienrichter hatte den Vorfall nicht angezeigt. Eine Tatsachenentscheidung, auf die sich meist berufen wird, liegt nicht vor. Erst als das Schiedsgericht nach dem Spiel, auch auf Hinweis der Gäste aus Königs Wusterhausen, nochmals über den Vorfall gesprochen hat, räumte der Linienrichter ein, dass Dünnes ihn berührt habe. Es folgt der Eintrag der vermeintlichen Tätlichkeit, die auf dem Analysevideo, das bei jedem Spiel angefertigt wird, nicht eindeutig zu erkennen ist.

Mehrere Fragen stellen sich an dieser Stelle. War die Aktion eine Tätlichkeit? Ein festes Stoßen mit der Absicht, dem Linienrichter zu schaden, hat in keinem Fall vorgelegen. Eine zu klärende Frage wird sein, ob Dünnes den Mann an der Linie lediglich angefasst oder mutwillig gestoßen hat. Letzteres würde für eine Tätlichkeit sprechen und die Mindestsperre von vier Spielen nach sich ziehen. Das Pokalfinale in Halle am 7. März ist das viertnächste Spiel der Dürener. Der Vorfall könnte auch als Beleidigung oder ungebührliches Verhalten ausgelegt werden und mit einer deutlich milderen Strafe geahndet werden.

Auf alle Fälle überflüssig

Ebenfalls noch in der Schwebe ist die Frage, ob der nachträgliche Vermerk im Spielbericht, der - falls er anerkannt wird - Dünnes Sperre nach sich zieht, formgerecht erfolgt ist. Die beiden Kapitäne hatten das Dokument bereits unterschrieben, bevor die vermeintliche Tätigkeit eingetragen worden ist. Evivo-Kapitän Jan Umlauft erklärte auf Nachfrage, dass es bei seiner Unterschrift weder den Vermerk gegeben habe, noch sei er darauf hingewiesen worden, dass der Spielbericht geändert werden soll.

Gegen den nachträglichen Vermerk hat Evivo Protest eingelegt. Ob Christian Dünnes gesperrt wird, muss schnell geklärt werden. Denn schon am kommenden Freitag steht das nächste Pflichtspiel auswärts beim Moerser SC an. Eines steht aber von Anfang an fest: Ob nur berührt oder doch gestoßen - überflüssig und unangebracht war Dünnes Aktion in jedem Fall.
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