Aachen - Neue Varianten in der Annahme proben

Neue Varianten in der Annahme proben

Von: rau
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Volley
Doppelt hält nicht immer besser: Anika Brinkmann (rechts) und Jana Franziska Poll bei einer Ballannahme. Foto: Wolfgang Birkenstock

Aachen. Mit Blick auf die Wettervorhersagen erwartet Alemannia Aachen kein gemütliches Wochenende - denn bereits Freitagabend wurde wegen des Tiefs „Daisy” für Sachsen eine Unwetterwarnung ausgegeben. Rund 650 Kilometer liegen vor den Frauen des Volleyball-Bundesligisten, die am Sonntag um 17.30 Uhr beim Dresdener SC zum ersten Spiel im neuen Jahr antreten müssen.

„Wir haben ein Konzept, das wir umsetzen wollen, und zudem werden wir uns ein paar Rotationen erarbeiten”, gibt Stefan Falter als Ziel für die Partie beim Bundesliga-Sechsten aus. Will heißen: Das Ergebnis ist erst einmal sekundär, denn in erster Linie gilt es Grundlagen zu legen, um die Konkurrenz zu besiegen, die man schlagen muss. Und dazu gehört der Dresdener SC nicht unbedingt - auch wenn Falter natürlich wenigsten mit einem Satzgewinn liebäugelt. Der würde natürlich auch das nötige Selbstbewusstsein bringen, das die Aachener Volleyballerinnen mit Blick auf das wichtige Spiel am Mittwoch (20 Uhr, Halle Neuköllner Straße) gegen Aufsteiger SV Sinsheim benötigen werden.

Den eigenen Spielrhythmus finden und vor allem das Zusammenspiel verbessern, daran wurde in den letzten Wochen und verstärkt nach der knapp verlorenen Sonthofen-Partie kurz vor Jahresende gearbeitet. „Wir haben einige Problemrotationen, die wir stabilisieren müssen. Dazu haben wir uns etwas überlegt und wollen das in Dresden im Wettkampf umsetzen”, verrät Falter, auch wenn er natürlich um des Überraschungseffektes Willen noch keine Einzelheiten verraten will. Nur so viel sagt er schon: „Es geht um die organisatorische und methodische Art der Ballannahme.”

Die Ballannahme - das war zuletzt oft der Knackpunkt im Aachener Spiel, während der Block gut stand. Doch das Problem haben nicht nur die Aachener, sondern auch Spitzenteams aus der Bundesliga. Spielten die Frauen früher meist Sprungaufschläge ohne Rotation des Balls, so machen viele ihre Aufschläge heute sieben, acht Meter von der Grundlinie aus, so dass diese sehr schnell kommen und zudem in der Luft oft seitlich abdriften. „Quer durch die Teams sind die Annahmespezialisten dadurch verunsichert, nicht nur unsere Spielerinnen.”

Zum Glück für Aachen verfügt der aktuelle Kader aber über Akteurinnen, die unterschiedlich aufschlagen können, wie etwa Anika Brinkmann, die einen Sprungaufschlag macht, oder Lena Feldmann und Jana Franziska Poll, die den taktischen Aufschlag sieben, acht Meter von der Grundlinie bevorzugen. „Das kommt uns im Training natürlich sehr entgegen, denn so können wir vielfältige Annahmeversionen trainieren”, ist Falter mit der Arbeit seiner Damen zufrieden. Und er hofft, dass sie die eine oder andere Variante bei Dresden, dessen Frauen enorm hohe Aufschläge machen, erfolgreich einsetzen können. „Wenn unsere Spielerinnen spüren, dass sie verschiedene Möglichkeiten haben, ein Problem zu lösen, dann wird ihnen das zusätzliche Sicherheit geben”, erhofft sich Coach Falter.
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