Düren - Lozano sorgt sich um Hübner

Lozano sorgt sich um Hübner

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Weil Stefan Hübner - hier im deutschen Nationaltrikot bei den Olympischen Spielen in Peking - wegen seiner Knieprobleme behandelt werden muss, hat Bundestrainer Raul Lozano Friedrichshafens Lukas Bauer vorsorglich in den Kader für die Weltmeisterschaft in Italien berufen. Foto: imago/Kamera 4

Düren. Christian Dünnes, Stefan Hübner und die Weltmeisterschaft in Italien: Die beiden Spieler des Volleyball-Bundesligisten Evivo Düren gehören dem 14er-Kader der deutschen Nationalmannschaft an, der sich gerade auf die WM, die vom 25. September bis zum 10. Oktober in Italien stattfindet, vorbereitet.

14 Spieler wird Bundestrainer Raul Lozano mit zur WM nehmen. Eine Garantie, mit dabei zu sein, hat Lozano jedoch noch für keinen Spieler ausgesprochen. Zunächst stehen drei sehr interessante Testspiele auf dem Programm, bevor die deutsche Mannschaft gen Italien aufbricht. Am 17. (Ludwigsburg um 20 Uhr), 19. (Rüsselsheim um 18 Uhr) und 21. September (Heidelberg um 19 Uhr) misst sich die DVV-Auswahl mit Weltmeister Brasilien.

Nationalmannschafts-Rückkehrer Stefan Hübner sieht trotz seiner Knieprobleme gute Chancen, dass er grünes Licht vom Bundestrainer erhält. „Ich konnte in den vergangenen Wochen sehr gut arbeiten. So gut wie schon lange nicht mehr”, so der 35-Jährige. Die Knieprobleme, die dem ehemaligen Kapitän der Nationalmannschaft lange zu schaffen gemacht haben, sind zwar nicht verschwunden. „Aber wir haben sie sehr gut in den Griff gekriegt”, so das Fazit des Weltklasse-Blockers.

In den vergangenen Jahren musste Hübner den Kraftaufbau während der Saisonvorbereitung schaffen, ohne die Knie zu belasten. „Mittlerweile kann ich wieder Übungen machen, die lange nicht möglich waren”, berichtet der neue Evivo-Spieler, der pausenlos medizinisch betreut wird. Dennoch muss Raul Lozano auf Nummer Sicher gehen: Der Argentinier hat den Friedrichshafener Lukas Bauer zum ersten Spiel gegen Brasilien nach Ludwigsburg beordert.

Der Mittelblocker des VfB wird die nächsten Tage bei der deutschen Mannschaft bleiben. Lozano: „Hübners Probleme wollen wir bis zur WM in den Griff bekommen. Aktuell trainiert er nicht voll. In Absprache mit den Ärzten gucken wir, ob und wie er gegen Brasilien eingesetzt werden kann. Die Entscheidung, ob Hübner an der WM teilnimmt, fälle ich unmittelbar vor dem Abflug.”

Den Traum von der WM-Teilnahme möchte sich natürlich auch Christian Dünnes erfüllen. Wie Hübner hat er lange sein Geld in Italien verdient. „Dass ich die Chance habe, bei meiner ersten WM mit dabei zu sein, ist toll. Dass die WM in Italien stattfindet, macht die Sache für mich noch einmal interessanter”, sagte der 2,07-Meter-Riese. Dass der beste Angreifer und wertvollste Spieler der zurückliegenden Bundesliga-Saison auf WM-Kurs liegt, hat Dünnes auch seinem Arbeitgeber, den Stadtwerken, zu verdanken. Schließlich ist das Unternehmen, bereit, über die lange Zeit der Vorbereitung und der WM auf den Mitarbeiter zu verzichten.

In der Nationalmannschaft besetzt Dünnes den Posten des Universalspielers, den er so gut ausfüllt wie kein anderer deutscher Volleyballer. Alle drei Angriffspositionen kann der Dürener auf internationalem Niveau spielen. In der harten WM-Vorbereitung hat er im Außenangriff trainiert. In den Testspielen kam er wahlweise auf Diagonal oder im Mittelblock zum Einsatz. Ein Motivationsloch nach der WM befürchtet Dünnes nicht. „Möglicherweise werde ich nicht viel Einsatzzeit bekommen. Ich habe aber Lust aufs Spielen. Deswegen freue ich mich schon auf die Saison.”
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