Aachen - „Ladies in Black“ vor dem Höhepunkt einer furiosen Saison

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„Ladies in Black“ vor dem Höhepunkt einer furiosen Saison

Von: Roman Sobierajski
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In guten wie in schlechten Tagen: Die Fans in der Halle an der Neuköllner Straße sind für die „Ladies in Black“ Aachen ein wichtiger Rückhalt. Foto: Wolfgang Birkenstock

Aachen. Wenn am Mittwochabend die letzte Partie der Hauptrunde der Volleyball-Bundesliga gespielt sein wird, kann Aachen eine geschichtsträchtige Premierenfeier starten: Egal, wie das Spiel der „Ladies in Black“ gegen Potsdam (19.30 Uhr) endet, die Mannschaft von Trainer Marek Rojko ist definitiv für die Ende des Monats startenden Play-offs qualifiziert.

Wobei diese abschließende Begegnung für die Aachenerinnen nach den beiden Niederlagen in Suhl und Münster mehr sind als nur sportliches Schaulaufen: Im schlimmsten Fall (Schwerin schlägt absehbar Münster, und Aachen unterliegt gegen Potsdam) können die „Ladies“ noch auf Platz sechs abrutschen. Punktet Aachen gegen Potsdam, steht Schwerin als erster Play-off-Gegner fest, entweder mit Heimvorteil für Aachen oder die Mannschaft aus Mecklenburg-Vorpommern.

Dass am Ende der Hauptrunde dieses „Luxusproblem“ steht, zeugt aber auf jeden Fall davon, dass Teamverantwortliche, Trainer und Spielerinnen vieles richtig gemacht haben seit dem Neustart unter dem Dach des PTSV. „Unser realistisches Saisonziel war es schon, die Play-offs zu erreichen“, meint Bundesliga-Koordinator Reinhard Strauch, der momentan schon am Kader für die kommende Saison, der viele bekannte Gesichter zeigen soll, arbeitet. „Dass es auf Anhieb geklappt hat, ist umso erfreulicher.“ Zumal mit dem Dreijahres-Vertrag für Trainer Marek Rojko ein Langzeitprojekt aufgesetzt wurde.

Zusammengestellt wurde die Mannschaft rund um die Schlüsselpositionen Libera und Zustellerin: Defensivspezialisten Dominika Valachova fand über die breit gestreuten Kontakte des Trainers den Weg nach Aachen, die Auftritte von Zuspielerin Femke Stoltenborg dürften auch in finanzkräftigen ausländischen Ligen Begehrlichkeiten geweckt haben.

Der neu zusammengestellte Kader hat im Saisonverlauf jedenfalls schnell zueinander gefunden und verwöhnt das (oft leidgeprüfte Aachener Publikum) mit attraktivem, temporeichem Volleyball, Teamspirit und Kampfgeist. „Nicht zu vergessen sind natürlich die Zuschauer“, fügt Strauch an, „die haben ebenfalls einen Riesenanteil am Erfolg“.

„Zunehmend souveräner“

Womit auch schon eine der Schwächen der Mannschaft im aktuellen Entwicklungsstadium angesprochen ist: Angefeuert von den feierfreudigen 1027 Zuschauern fällt es den „Ladies“ wesentlich leichter, die eigenen Stärken abzurufen, wovon auch die letzten beiden 0:3-Niederlagen kurz vor Erreichen des Zielstrichs zeugen. „Aber die Mannschaft ist im Verlauf der Saison zunehmend souveräner geworden“, sieht Reinhard Strauch eine Entwicklung zum Positiven. Dennoch dürfte ein größeres Maß an Kaltblütigkeit bei Auswärtsauftritten durchaus zu den Zielen für die kommende Saison gehören.

Doch zuvor gilt es, die Play-offs erfolgreich zu gestalten, wobei diese „Alles oder nichts“-Begegnungen für einige Spielerinnen auch Neuland darstellen dürften. „Ich bin gespannt, wie sich die Mannschaft schlägt, wenn es zwei oder drei Mal gegen denselben Gegner geht“, freut sich auch Strauch auf den Höhepunkt der Saison

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