Ladies in Black: Premiere für das alljährliche Volleyballfest

Von: Roman Sobierajski
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Zeit für das nächste Fest mit den „Ladies in Black“ Aachen und Kapitänin Karolina Bednarova: Das internationale Volleyball-Turnier Anfang Oktober soll zu einer festen Veranstaltung werden. Foto: W. Birkenstock

Aachen. Die Idee, die zugrunde liegt, ist bestechend einfach – und einfach bestechend: Wenn der Volleyball-Bundesligist „Ladies in Black“ Aachen schon nicht in die weite Volleyball-Welt auszieht, um am europäischen Wettbewerb teilzunehmen, warum dann nicht einfach die weite Volleyball-Welt nach Aachen einladen?

Ein paar Anrufe und einige Mails reichten, um innerhalb von nur zwei Monaten aus der Idee Wirklichkeit werden zu lassen: Am Wochenende nach dem Tag der deutschen Einheit, 4. und 5. Oktober, treten drei Vereine aus Frankreich, der Slowakei und Tschechien gegen die „Ladies in Black“ zum Vier-Nationen-Turnier in der Halle an der Neuköllner Straße an.

„Was dahinter steckt, ist zum einen, dem Aachener Publikum Volleyball auf internationalem Niveau präsentieren zu können“, erläutert Aachens Trainer Marek Rojko. „Zum anderen haben wir für unsere Mannschaft auch eine hervorragende Vorbereitung auf die Saison, die am 22. Oktober startet, gegen starke internationale Gegner.“ Zugesagt für die Premiere haben Paris, Maribor aus Slowenien und Frydek-Mistek aus der Tschechischen Republik.

Trainer schnell begeistert

Rojko ließ ein paar Kontakte spielen, und die jeweiligen Trainer waren schnell für die Idee zu begeistern, auch wenn vor den Delegationen aus Maribor und Frydek-Mistek eine mehr als 1000 Kilometer lange Anreise liegt. „Grenzüberschreitend zu sein, ist für uns sehr wichtig“, wirft Reinhard Strauch, Sportdirektor der „Ladies“, auch noch den europäischen Gedanken in die Waagschale, der für eine Stadt wie Aachen aufgrund der Lage gleich zweifach nicht weiter als einen Steinwurf entfernt liegt.

Alle Vorteile sind damit aber noch längst nicht aufgezählt: Vor der letzten Spielzeit machte sich die Mannschaft zur Vorbereitung auf nach Dippoldiswalde, zu den Reisestrapazen gesellten sich die Kosten für die Unterkunft und den Transfer. „Jetzt kommen drei hochkarätige Mannschaften zu uns gereist, viele interessante Spielerinnen schlagen vor unserem eigenen Publikum auf“, spinnt Marek Rojko den Gedanken weiter – und hat wohl ein klein wenig auch die übernächste Saison schon im Blick. „Gerade in Slowenien findet man viele interessante Spielerinnen, die auch für die Bundesliga in Betracht kommen könnten.“

Die Zukunfte haben die Verantwortlichen aber auch jenseits der Seitenlinien im Blick: Die Nachwuchsspieler und -trainer des PTSV Aachen werden in das Geschehen eingebunden, Manager und Trainer der teilnehmenden Vereine treffen sich zum Gedankenaustausch. Gespielt wird – anders als bei „normalen“ Testspielen – über drei Gewinnsätze, es kommt also zu einem echten sportlichen Kräftemessen zwischen den beteiligten Mannschaften. Auch das Publikum kommt auf seine Kosten, für jede Partie sind – Aufwärmen und Verabschiedung eingerechnet – jeweils drei Stunden vorgesehen. So beginnt der Samstag in den Morgenstunden und findet seinen Höhepunkt mit dem Spiel Aachen gegen Maribor ab 20 Uhr.

Auch wenn das „Kind“ noch keinen Namen hat, sich noch kein Sponsor für die Ausrichtung gefunden hat und der Vorverkauf noch nicht geklärt ist: Das internationale Turnier in Aachen am ersten Oktoberwochenende soll zu einer regelmäßigen Veranstaltung im europäischen Sportkalender werden. „Unser Ziel ist, das Turnier fest zu verankern und zu einer regelmäßig stattfindenden Veranstaltung werden zu lassen“, will Reinhard Strauch ein jährliches Volleyball-Fest in Aachen begründen.

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