Aachen - „Ladies“ gelingt dritter Sieg in acht Tagen

„Ladies“ gelingt dritter Sieg in acht Tagen

Von: Roman Sobierajski
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„Die Offensive gewinnt Spiele, die Defensive Meisterschaften.“ Eine Weisheit, die auch im Volleyball gilt: Aachens Libera Dominika Valachova zeigt auch gegen Köpenick eine überragende Abwehrleistung. Foto: Wolfgang Birkenstock

Aachen. Und dann bekamen die 1027 Zuschauer in der erneut ausverkauften Halle an der Neuköllner Straße beim Trainertalk auch noch die ersten drei Worte auf Deutsch von Aachens Trainer Marek Rojko zu hören, nachdem ihn Hallensprecher André Schnitker dazu aufgefordert hatte: „Ich liebe Dich“, bekannte der 36-Jährige nicht ganz bierernst. „Jetzt habe ich den Salat“, lautete die prompte Reaktion von Schnitker.

Der tiefenentspannte Umgangston hatte seinen Grund in den gerade abgelaufenen 89 Minuten. Die „Ladies in Black“ hatten mit dem 3:0 (25:21, 28:26, 25:20) über den Vorletzten Köpenicker SC gerade den dritten Sieg innerhalb von acht Tagen eingefahren und sind in der Tabelle auf den dritten Rang geklettert. Dass alle Spielerinnen nicht erst nach der Partie völlig ausgelaugt waren und die schon gesundheitlich angeschlagene Kapitänin Karolina Bednarova am meisten litt, hatte die Pflichtaufgabe nicht gerade erleichtert. „Wir waren alle sehr müde, wollten das aber nicht zeigen“, bekannte Libera Dominika Valachova. „Vor allem wussten wir, dass Köpenick in der Defensive sehr stark ist.“

Dabei war es die Aachener Abwehrspezialistin, die mit ihren halsbrecherischen Aktionen den Grundstock für den klaren Heimsieg legte. „Mit Dominika wehren wir 70 Prozent mehr gegnerische Bälle ab“, bescheinigte auch Trainer Marek Rojko seiner Libera eine grandiose Leistung. Die war allerdings auch vonnöten, denn zumindest in der Anfangsphase stellte der KSC die „Ladies“ vor allem mit Angriffen durch die Mitte vor riesige Probleme. „Wir haben unseren Aufschlag dann umgestellt, damit der Gegner weniger Angriffe über die Mittelpositionen spielen kann“, fand Aachens Coach das funktionierende taktische Gegenmittel. Doch während der erste Durchgang sicher an die Gastgeberinnen ging, war Köpenick im zweiten Satz durchaus auf Augenhöhe und schnupperte daran, nach Sätzen auszugleichen.

Fünf Satzbälle benötigten die „Ladies in Black“, um sich schließlich mit 28:26 durchzusetzen – und profitierten dabei ebenso von der eigenen Selbstsicherheit wie von der Eigenfehlerquote der Gegnerinnen. „Wir haben zu viele leichte Fehler gemacht, Aachen hatte in den entscheidenden Momenten die besseren Nerven“, räumte auch Köpenicks beste Spielerin Hanne Augen Aas ein.

Im letzten Satz gaben sich die „Ladies“ noch einmal einen Ruck, ließen wenig anbrennen und brachten das Match souverän nach Hause. „Niemand hat heute mit einem leichten Sieg gerechnet“, räumte Marek Rojko anschließend ein und sah nach der anstrengenden Woche bei seinen Spielerinnen „die rote Lampe angehen“.

Mit den acht Punkten aus drei Begegnungen haben die „Ladies in Black“ nun acht Punkte zwischen sich und den siebten Tabellenplatz gebracht, der nicht mehr zur direkten Teilnahme an den Play-offs berechtigt. „Wir haben zwar noch fünf Spiele vor uns“, rechnet Dominika Valachova vor, „aber ich denke, dass wir die Play-off-Runde direkt erreichen können.“ Der Vorverkauf der Tickets soll jedenfalls nach dem Schwerin-Spiel beginnen.

Aachen: Bednarova (Salomäki), Crkonova, Stoltenborg (Ponte), Weihenmaier, Rejzovic (Belien), Scott (Stankova), Valachova

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