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Kühner will den Grundstein legen

Von: Franz Sistemich
Letzte Aktualisierung:
Sebastian Kühner evivo
Zwei Jahre stellte er für den Volleyball-Bundesligisten Evivo Düren, jetzt zieht er das Angriffsspiel für Chemie-Volley Mitteldeutschland auf: Sebastian Kühner. Foto: sis

Düren. Zuerst fiel Niklas Rademacher aus. Dann folgte Alexander Mayer. Rene Reinaerts gesellte sich hinzu. Die drei Volleyballer von Evivo Düren plagten sich aber nicht mit kleinen Zipperlein.

Sie fielen entweder wegen Hüft- und Knieoperationen monatelang aus oder sind noch wegen eines chirurgischen Eingriffs an der Schulter beziehungsweise wegen eines Ermüdungsbruchs im Fuß seit Monaten zum Zuschauen verurteil.

Ausgerechnet zu der Zeit, „in der die Saison erst richtig losgeht”, wie Christian Dünnes es formulierte, folgten die nächsten Hiobs-Botschaften: Ilja Wiederschein und Sebastian Kühner, die Zuspieler, meldeten Kniebeschwerden. Bei Wiederschein heftiger, bei Kühner weniger. „Wir können ruhig von einem Seuchenjahr sprechen”, fasste Goswin Caro, der Sportliche Leiter des dreifachen deutschen Vizemeisters, seinen Frust vor dem ersten Viertelfinalspiel gegen Netzhoppers Königs Wusterhausen (Samstag 19.30 Uhr) in einem Satz zusammen.

Und so sah sich Trainer Sven Anton gezwungen, einen guten alten Bekannten und ehemaligen Mannschaftskameraden zu reaktivieren für den schlimmsten Fall. Tilo Koch, einst Zuspieler in Düren, zuletzt beim SCC Berlin unter Vertrag und aktuell Zuspieler der Regionalliga-Reserve des Dürener Turnvereins, fand sich in der Woche zum Training mit den Erstliga-Spielern ein. Denn die Chancen, dass Wiederschein spielen kann, stehen nicht zum besten, so dass Sebastian Kühner wohl in der Startformation stehen wird. Und dann würde Tilo Koch an der Seite bereitstehen, um eingewechselt zu werden.

Trotz der personellen Probleme an dieser zentralen Position gibt sich Evivo zuversichtlich. Sebastian Kühner: „Wir haben in dieser Saison gelernt, personelle Problem wegzustecken, sie zu meistern.” Er selbst gibt grünes Licht: „Ich bin wieder fit.” Und weil im Training immer bunt durchgemischt wird, sieht er auch keine Probleme in der Feinabstimmung zwischen sich und den Angreifern: „Die Abstimmung passt mit allen.” So setzt der 23-Jährige voll auf Sieg: „Wir wollen am Samstag den Grundstein legen für das Erreichen des Halbfinales. Dass wir zwei Mal gegen die Netzhoppers in dieser Saison verloren haben, ist für uns Ansporn, motiviert uns zusätzlich. Wir wollen die Revanche!” Die Zuschauer könnten ihr Scherflein zum Gelingen beitragen.

Die Fans können Evivo live sehen

Das zweite Viertelfinalspiel zwischen Netzhoppers Königs Wusterhausen und Evivo Düren findet am kommenden Mittwoch ab 19 Uhr in der Landkostarena in Bestensee statt.

Evivo-Fans, die mitten in der Woche nicht die weite Reise in den Osten antreten wollen oder können, haben trotzdem die Gelegenheit, ihre Schützlinge live und in Farbe zu sehen.

Im Clubheim des Dürener TV an der Dr.-Overhues-Allee beginnt ab 18 Uhr das so genannte Public Viewing.
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