Keith Hansens erste Tage bei Evivo Düren

Von: Franz Sistemich
Letzte Aktualisierung:
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Keith Hansens konzentrierter Blick: Der Kanadier, der vor einem Jahrzehnt als Trainer die sportliche Verantwortung für Dürens Bundesliga-Volleyballer trug, arbeitet in dieser Saison als Co-Trainer. Foto: sis

Düren. Ehe er am Sonntag wieder nach Kanada flog, erledigte Keith Hansen noch eine Hausaufgabe: Auf zwei Seiten fasste der Co-Trainer seine Eindrücke der beiden ersten Wochen bei Evivo Düren zusammen. In schwarzen Buchstaben auf weißem Papier gab der Kanadier seine Ratschläge weiter.

Zwei Wochen hatte Hansen, der vor zehn Jahren den damaligen Dürener TV in der Bundesliga coachte, Sven Anton zum ersten Mal zur Seite gestanden.

Zwei Wochen zogen sie, von Björn-Arne Alber teilweise unterstützt, ein sehr intensives Training durch. Getreu des Kanadiers Motto: „Der einzige Weg, um besser zu werden, ist, immer hart zu arbeiten, denn keiner ist perfekt.” Wichtig ist Hansen vor allem die Art und Weise, wie Spieler oder Mannschaft sich aus einem Formtief befreien: eben durch harte, konzentrierte Arbeit.

Und so sieht der Coach sich auch selbst: als konzentrierten, hart arbeitenden Trainer. Hansen saß beim eigenen Turnier in der Arena meistens regungslos auf dem Stuhl, beobachtete die Ballwechsel, nahm sich in den Auszeiten ab und zu einen Spieler zur Seite, um ihn mit Hinweisen zu unterstützen. „Ich bin keiner, der während eines Spiels emotional an der Linie agiert”, sagte er. „Mein Job ist es”, fuhr er fort, „zu erkennen, wie das Spiel sich entwickelt, meine Strategie zu hinterfragen, sie eventuell neu festzulegen, damit das Team erfolgreich ist.”

Den aktuellen Leistungsstand der neu formierten Mannschaft bezeichnet er als normal für die abgelaufene Vorbereitungszeit, gleichwohl mahnt er bei jedem Spieler eine deutliche Leistungssteigerung an: „Wir haben noch einen langen Weg vor uns.”

In einigen Wochen kehrt Hansen, der den neuen Libero Fabian Kohl „ausgezeichnet” nennt, für 14 Tage zurück. Ab Mitte/Ende Dezember wird Hansen schließlich bis zum letzten Saisonspiel als Co-Trainer fungieren. Doch dann will er mit seiner Ehefrau und den drei Töchtern zunächst die Weihnachtszeit bewusst genießen: „Hier ist es noch nicht so kommerziell wie in Kanada.”
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