„Kampf und Krampf” reichen in Bühl nicht zum Sieg

Von: Peter Leuchter
Letzte Aktualisierung:
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Die Starke Leistung von Jaromir Zachrich im Block half nichts. Evivo Düren hat gegen Heriberto Quero und Co. verloren.

Bühl/Düren. Jede Serie reißt einmal. Dass die Bundesliga-Volleyballer von Evivo Düren aber nach drei Siegen in Folge das vierte Aufeinandertreffen mit dem TV Bühl verloren haben, schmerzt doppelt. Zum einen war es nach dem 2:3 gegen Berlin die zweite Tiebreak-Niederlage in einer Woche.

Zum zweiten verpasste Düren den Sprung auf Platz 5. Denn mit einem Sieg wäre man an den Volleys Bottrop vorbeigezogen, die bei den Netzhoppers ordentlich mit 0:3 verloren. „Selbst wenn wir gegen den SCC Berlin gewonnen hätten, müssten wir in Bühl nachlegen”, hatte Evivo-Trainer Sven Anton vor dem Spiel im Schwarzwald gewarnt.

„Kein ordentliches Side-Out hinbekommen”

Die Ansprache fand Gehör. Aber es fehlte ein entscheidendes Element im Dürener Spiel. „Wir haben kein ordentliches Side-Out hinbekommen”, sprach Anton Fachchinesisch. Soll heißen: Düren bekam bei Aufschlag Bühl zu selten den dann unmittelbar folgenden eigenen Angriff auf den Boden. Das lässt sich anhand des Spielprotokolls auch mit Zahlen belegen. Christoph Eichbaum etwa bekam 22 Mal den Ball nach außen gestellt, machte daraus aber nur drei Punkte.

Nur an Eichbaums Quote das 2:3 (2519, 17;25, 19:25, 25:23, 13:15) festzumachen, wäre allerdings zu kurz gedacht. Denn Düren hatte stark begonnen, mit dem inzwischen schon gewohnt guten Zusammenspiel von Block und Feldabwehr. Der sichere Satzgewinn war die Folge. Wie aber schon häufiger in der Saison verloren die Dürener im nächsten Satz plötzlich den Faden. Tamil Kacprzak wackelte in der Annahme. Nicolai Kracht ersetzte ihn. Es stand 2:7. Bei 3:11 musste Zuspieler Merten Krüger Platz machen für Matthew Young. Der Satz und der folgende waren aber futsch.

Mit „Kampf und Krampf”, so Sven Anton, glich Düren dann zum 2:2 aus. Lag im Tiebreak schon 4:8 zurück, glich zum 9:9 aus, hatte dann aber am Ende nicht das Glück auf seiner Seite: Nach einer Rettungsaktion sprang der Ball an die Decke der extrem niedrigen Halle - die Niederlage war perfekt.

„Bühl steht völlig zu Unrecht so weit unten in der Tabelle”, trat Anton aber sofort Mutmaßungen entgegen, man habe den Gegner unterschätzt. „Das sind alles gestandene Profis.”

Dabei hatten die Dürener ihren früheren Teamkameraden Heriberto Quero im Griff. 26 Angriffsversuche münzte der Venezolaner nur in fünf Punkte um. Genau so viele Treffer landete der zweite Ex-Dürener, Vladi Rakic. Ein gewisser Joel Bruschweiler, Schweizer Nationalspieler, machte Düren mit 18 Punkten deutlich mehr Kopfzerbrechen und wurde zum wertvollsten Spieler seines Teams gewählt. In Dürener Reihen war das Christian Dünnes.

Platz 4 hat Anton trotz der unerwarteten Niederlage weiter im Visier. Sein primäres Ziel ist aber, „dass wir überhaupt die Qualifikation für die Play-Offs schaffen”. Richtungsweisende Spiele dafür stehen an: Am Samstag erwartet Evivo den rheinischen Rivalen aus Moers. Nach der Pokal-Final-Pause über Karneval geht´s zum VC Gotha. Und für diese Partie ergibt sich Anton einem seiner schöneren Träume: dem ersten Einsatz von Mittelblocker Stefan Hübner. „Stefan hat sich in Bühl schon mit eingeschlagen”, konnte Anton von einem weiteren Fortschritt in der Genesung der viel beachteten Neuverpflichtung berichten. Dann könnte Düren auch endlich das sich hartnäckig haltende Gerücht entkräften, „wir hätten uns mit Stefans Verpflichtung nur einen PR-Gag ausgedacht”.
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