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Kämpfende Stiere sind jetzt Vergangenheit

Von: Guido Jansen
Letzte Aktualisierung:
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Der Applaus galt den Dürenern, die eigentlich keine Chance gegen den VfB hatte und trotzdem so kämpfte, dass sie immerhin noch einen Satz gewinnen konnte. Foto: Guido Jansen

Düren. „Wir haben gekämpft wie die Stiere.” Das ist einer der Lieblings-Sätze von Sven Anton. Jetzt gehören die kämpfenden Stiere der Vergangenheit an. Die Volleyball-Bundesliga-Saison 2010/11 ist Geschichte. Mit ihr endeten zwölf Jahre Sven Anton in Düren.

Das 1:3 im zweiten Halbfinale gegen den VfB Friedrichshafen bedeutete das erwartete Aus in der Meisterschaft. 22:25, 22:25, 25:19, 14:25 lauteten die Satzergebnisse. „Mehr konnten wir nicht erreichen”, lautete die letzte sportliche Analyse Antons in Dürener Diensten. Der Titelverteidiger vom Bodensee war übermächtig und ist verdient in das Finale eingezogen.

Den Lieblingssatz berücksichtigt

Trotzdem kann Düren mit dem Ende der Saison zufrieden sein. Zum einen, weil die Mannschaft des Trainers Lieblingssatz berücksichtigt hat. Dafür wurde sie mit selten erlebtem Applaus belohnt. „Das war schon außergewöhnlich. Du bist im vierten Satz klar auf der Verliererstraße. Und trotzdem klatscht das Publikum immer lauter”, sagte Stefan Hübner über die letzten Minuten der Saison.

Der Applaus war auch eine Entschädigung für die vereinzelten Pfiffe, die es am Tiefpunkt der Saison Ende Dezember gegeben hatte. Statt die Mannschaft weiter entwickeln zu können, musste Trainer Anton Monate lang Mängel verwalten. Mangelhaft war das 0:3 zu Hause gegen die Netzhoppers Königs Wusterhausen. Düren wurde später von den Netzhoppers als Enttäuschung gebrandmarkt.

Die Evivo-Spieler haben aber gekämpft. Das hat Sven Anton während der Rückrunde immer wieder festgestellt. Am Ende wurde Evivo mit einem würdigen Saisonabschluss dafür belohnt. Denn Düren und nicht Moers, Bottrop oder die Netzhoppers standen im Halbfinale. Düren gehört damit zu den vier internationalen Startern in der kommenden Saison. Düren ist jetzt genau so Dritter wie Generali Haching.

Und damit steht auch fest, wer die Enttäuschung der Saison ist. Haching, das angekündigt hatte, den VfB vom Thron stoßen zu wollen, fiel im Halbfinale in sich zusammen und hatte zwei Mal keine Chance gegen den SCC Berlin. Die Saison, die so gut gelaufen war, wurde am Ende verdorben. Im Hachinger Lager flossen Tränen der Enttäuschung, in Düren waren es Tränen der Freude oder des Abschieds. Denn neben Anton verlassen auch Kapitän Christian Dünnes und Blocker Felix Isaak den Verein.

„Mehr konnten wir nicht erreichen”, wiederholte Anton sein Fazit während seiner Abschiedsrede. Dabei trug er ein T-Shirt, das er zum Abschied geschenkt bekommen hatte. „Kämpfen wie ein Stier. Zwölf Jahre Leidenschaft pur”, war da zu lesen.
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