In der Arena punktet er besonders gerne

Von: Tobias Röber
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Neu in Düren: Diagonalangreif
Neu in Düren: Diagonalangreifer Matthias Böhme (hier vor dem Dürener Rathaus) hat mit Evivo noch viel vor. Das Halbfinale soll es in dieser Saison sein. Foto: Röber

Düren. Matthias Böhme ist in den vergangenen Jahren immer gerne nach Düren gekommen. Kein Wunder: Der Diagonalangreifer siegte mit seinem Ex-Verein Netzhoppers Königs Wusterhausen in schöner Regelmäßigkeit gegen die Evivo-Volleyballer. Zuletzt sechsmal in Folge in der Hauptrunde der Bundesliga.

Egal ob in Brandenburg oder in der Arena Kreis Düren - die Netzhoppers sind zu einer Art Angstgegner für Evivo geworden. Jetzt steht Matthias Böhme auf der anderen Seite. Im Sommer wechselte der 2,04 Meter große Diagonalangreifer nach Düren. Und mit ihm soll am Samstagabend ab 19.30 Uhr endlich wieder ein Evivo-Sieg gegen die Netzhoppers gefeiert werden.

Matthias Böhme stammt aus Berlin, und beim Volleyball landete er recht früh. Mit Bruder Marcus begann er aber zunächst mit Schwimmen. Marcus Böhme begann dann irgendwann mit Volleyball. „Ich habe mir das angesehen und bin dann auch zum Volleyball gegangen. Das war nur fünf Minuten von unserem Zuhause entfernt”, erinnert sich Matthias Böhme. Der erste Verein war der SV Preußen. Die Entscheidung war nicht die schlechteste. Matthias ist bei Evivo angekommen, sein Bruder Marcus ist nicht nur sieben Zentimeter größer, sondern spielt auch für das Topteam VfB Friedrichshafen und hat bereits 112 Länderspiele auf dem Buckel.

Das Spiel gegen den Ex-Verein ist für Matthias Böhme „schon etwas Besonderes”. Fünf Jahre trug er das Trikot der Netzhoppers und avancierte in der Zeit zu einem der deutschen Topscorer. In der Saison 2009/10 landete er in dieser Statistik gar auf Platz 1.

„Ich will mich verbessern”

Der gelernte Bauzeichner konzentriert sich derzeit ganz auf seine Volleyballkarriere. „Mir hat der Verein Evivo Düren immer schon gefallen”, sagt Böhme. Er habe sich Evivo professioneller vorgestellt als seinen Ex-Verein - und seine Erwartungen hätten sich erfüllt, betont er. „Ich fühle mich wohl hier”, sagt Böhme. Evivo hatte bereits in den Vorjahren bei dem Diagonalangreifer angefragt, jetzt war die Zeit reif für den Wechsel. Auch die Aussicht auf Spiele im Europapokal waren Argumente pro Evivo.

„Ich will mich verbessern”, ist eines von Böhmes Zielen. Vor allem in der Abwehr könne er noch viel herausholen. Ein Fernziel ist auch die Nationalmannschaft. 2009 war er bereits zum Training eingeladen, seitdem nicht mehr. „Ich habe natürlich auch große Konkurrenz vor mir”, weiß der Diagonalangreifer.

In seiner Freizeit spielt Böhme gerne Billard oder auch eine Runde auf der Spielekonsole mit den Teamkollegen. Außerdem malt und zeichnet er gerne. Von Düren und Umgebung hat er bislang noch nicht viel gesehen. Zweimal täglich Training und die Spiele verhinderten Entdeckungstouren bislang. Ein Stamm-Billardlokal gibt es deshalb auch noch nicht.

An die Spiele in Düren denkt Böhme immer gerne zurück. „Ich hatte nie das Gefühl, dass wir verlieren”, sagt er mit einem Augenzwinkern. Zu gerne will er gegen die Netzhoppers, die mit Dürens Ex-Trainer Mirko Culic und dem Kreuzauer Till Theißen anreisen, einen weiteren Sieg in der Arena feiern.

Evivos Trainer Söhnke Hinz erwartet ein schweres Spiel. „Die Netzhoppers sind eine ähnliche Mannschaft wie wir. Sie haben viele junge, deutsche Spieler und spielen locker drauf los. Vom Niveau sind sie nur ein ganz kleines bisschen unter uns”, sagt der Trainer. Vor allem vor Sebastian Fuchs und Sebastian Krause warnt der Trainer. Hinter den drei Topteams hat der Trainer eine sehr ausgeglichene Liga ausgemacht. Bottrop ist derzeit das einzige sieglose Team, allerdings zeigte die Mannschaft bei der denkbar knappen Niederlage im Pokal gegen Berlin, zu welchen Leistungen sie fähig ist. Ob es also in den nächsten Wochen eher nach oben oder unten geht, wird sich schon am Samstagabend zeigen.

Matthias Böhme wird sicherlich alles daran setzen. In der Arena Kreis Düren zu gewinnen, ist für ihn ja beinah Normalität.

Neu bei Evivo: Nach dem Spiel ein Experten-Talk

Es gibt eine Neuerung bei den Heimspielen von Evivo Düren: Künftig findet nach jedem Bundesliga-Spiel in der Volleyball-Bundesliga ein Experten-Talk statt. Die Premiere findet am Samstagabend nach dem Spiel gegen die Netzhoppers Königs Wusterhausen Bestensee statt. 15 Minuten nach jeder Partie (kleine zeitliche Veränderungen sind möglich) stehen je ein Spieler von Evivo sowie der Gastgastmannschaft und beide Trainer Rede und Antwort. Ort des Geschehens ist die Sports-Bar der Arena Kreis Düren. Coach Mirko Culic geben Einblicke.

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