Düren/Düsseldorf - Heriberto Quero hält den Pokal ganz fest

Heriberto Quero hält den Pokal ganz fest

Von: Franz Sistemich
Letzte Aktualisierung:
allstarbild-5
Sichtlich genoss Heriberto Quero den Sieg beim Allstar Day in Düsseldorf. Die mitgereisten Moskitos wollten dann auch einmal den gläsernen Pokal anfassen. Foto: Sistemich

Düren/Düsseldorf. Heriberto Quero lachte: „Ich bin halt der älteste Spieler, da durfte ich den Pokal in Empfang nehmen.” Evivo Dürens Diagonalangreifer strahlte über das ganze Gesicht, reckte den gläsernen Pokal gen Deckenhalle des Düsseldorfer Burg-Wächter Castello.

Er hielt den verdienten Lohn für das knapp zweieinhalbstündige Volleyballspektakel in der Landeshauptstadt ganz fest. Soeben hatte der Norden Revanche genommen: Gewann im Vorjahr beim ersten Allstar Day ebenfalls am Rhein die Südauswahl der Volleyball-Bundesliga mit 3:1 über den Norden und Quero, so triumphierte am Samstagabend vor 2000 Zuschauern der Verlierer von 2008.

Mit 5:4-Sätzen gewannen die Nordlichter, und bedanken durften sich Quero und Mannschaftskameraden auch beim weiblichen Geschlecht. Bestritten vor zwölf Monaten einzig die Männer den Allstar Day, so mischten Samstag auch die beiden Auswahlteams der Frauen-Bundesliga mit.

Die Nordmannschaften lagen nach sechs Sätzen, die bis 15 gespielt wurden, bereits 2:4 zurück, ehe im siebten Satz die vier Allstars aus Düren - neben Quero demonstrierten Malte Holschen, Sebastian Kühner und Felix Isaak (Tim Elsner fehlte verletzt) ihr Können - den Norden auf 3:4 heranführten, die Frauen, unter ihnen die Aachenerin Ester Stahl, ausglichen und dann eine aus Männlein und Weiblein bestehende Sieben des Nordens die Mixed-Auswahl des Süden im verkürzten Tiebreak 8:4 niederrang.

Rudeljubel war gegen 22 Uhr angesagt. Und damit der letzte Akt eines Volleyball-Spektakels, in dem sichtbar wurde: Die Spieler hatten ihren Heidenspaß. Da verstärkte schon mal ein Nordherr die Norddamen, haperte bei den Südmännern die Annahme, schlüpfte eine Süddame auf das Spielfeld. Da schnappten sich Spieler die Pompons der Düsseldorfer Cheerleader The Pantherettes und animierten die Zuschauer. Und Nordtrainer Michael Warm telefonierte mit dem Schiri. Und wo blieb der sportliche Ernst?

„Wir haben ernsthaft gespielt, wir wollten gewinnen, aber natürlich war das auch ein Showevent, das Spaß gemacht hat”, meine Malte Holschen. Dürens Mittelblocker kritisierte aber auch die Länge der Veranstaltung: „Zum Schluss war die Luft bei Spielern und Zuschauern raus”. Auch Heriberto Quero fand das Neun-Satz-Spiel zu lang: „Dieses Jahr hat der Allstar Day mehr Spaß gemacht, weil wir gewonnen und weil die Frauen mitgespielt haben, aber die Veranstaltung war ein wenig zu lang.”

Mit dieser Meinung standen Quero und Holschen nicht allein: „Insgesamt eine gelungene Veranstaltung, die Aktiven hatten viel Spaß, aber sie war länger als erwartet”, so Rüdiger Hein, Geschäftsführer von Evivo und Sprecher der Männer-Bundesliga. Es besteht Diskussionsbedarf.

Zweite Plätze belegten Evivo-Volleyballer beim Allstar Day im Düsseldorfer Burg-Wächter Castello in Rahmen, bevor sie sich den Pokal mit der Auswahl sicherten.

Beim Zielpritschen der Zuspieler, dem Goldfinger-Wettbewerb, lag Sebastian Kühner mit 16 Punkten nur einen Zähler hinter Sieger Patrick Steuerwald (Generali Haching).

Als spektakulärster Angreifer (Spiking Champion) erwies sich Georg Grozer (VfB Friedrichshafen) vor Dürens Heriberto Quero.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert