Düren - Fans jubeln über den Heimsieg und sagen „Danke, Sven”

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Fans jubeln über den Heimsieg und sagen „Danke, Sven”

Von: Jörg Abels
Letzte Aktualisierung:
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Der Abschied naht: Auch wenn Evivo mindestens noch ein Play-off-Heimspiel haben wird, dankten die „Moskitos” dem scheidenden Trainer Sven Anton schon einmal auf ihre Art für seine zwölf Dürener Jahre. Foto: Abels

Düren. Als sich der Fanclub „Moskitos” nach dem letzten Heimspiel der regulären Saison aufreihte, um zum besiegelten Abschied von Trainer Anton mit T-Shirts den Schriftzug „Danke Sven. Alles Gute” zu bilden, war die Evivo-Welt wieder in Ordnung.

Durch den hart umkämpften 3:1-Sieg (25:17, 23:25, 27:25, 25:22) gegen EnBW TV Rottenburg haben Dürens Volleyballer weiter die Chance, aus eigener Kraft am letzten Spieltag beim direkten Konkurrenten RWE Volleys Bottrop den fünften Tabellenplatz und damit eine günstigere Ausgangsposition für das Play-off-Viertelfinale zu erreichen.

Knapp eine Stunde vorher hatte das noch anders ausgesehen. Wie ein Irrwisch feuerte EnBW-Trainer Trainer Hans-Peter Müller-Angstenberger seine nach Satzausgleich im dritten Durchgang mit 17:11 führenden Spieler an der Außenlinie an. Mehr als einmal schlug Evivos Sportlicher Leiter Goswin Caro die Hände vors Gesicht, um seine tiefen Sorgenfalten zu verbergen, während Sven Anton angesichts der nicht vorhandenen personellen Alternativen im erneut nicht überzeugenden Außenangriff fast schon hilflos wirkte.

Nach konzentriertem Beginn mit einem starken Zuspieler Merten Krüger hatten sich auf Dürener Seite einmal mehr leichte Fehler eingeschlichen, in Annahme und Angriff, aber auch technischer Art.

17 Aufschlagfehler

„Wir waren selber schuld, dass wir den zweiten Satz verloren und es uns im dritten so schwer gemacht haben”, kommentierte Anton auch mit Blick auf die 17 Aufschlagfehler, die sein Team dem Gegner geschenkt hatte. Dürens Trainer reagierte und gönnte dem 20-jährigen Merten Krüger durch die Hereinnahme von Matthew Young eine kurze Verschnaufpause. In einem wahren Kraftakt, angetrieben durch den nicht immer fehlerfreien Christian Dünnes und Jaromir Zachrich, kämpfte sich Evivo mit purer Willenskraft heran und profitierte davon, dass der Schiedsrichter beim 21:22 wohlwollend übersah, dass gleich zwei Dürener im Netz baumelten.

Das 27:25 bedeutete die Wende, auch wenn die Gäste im vierten Satz dranblieben. Nach knapp zwei Stunden und dem dritten Matchball fiel nicht nur einem tief durchatmenden Sven Anton ein Stein vom Herzen, ehe er ein wenig gerührt die Abschiedsblumen der Fans entgegennahm. „Es scheint, dass ich in den zwölf Jahren in Düren doch nicht so viel falsch gemacht habe”, kommentierte er die Fanaktion. Und damit dass so bleibt, fährt Evivo bereits am Freitagabend nach Bottrop, um sich gezielt auf das erste „Endspiel” der Saison vorzubereiten. „Es soll später nicht heißen, wir hätten nicht alles versucht”, betonte Anton.

Wie schwer das Unternehmen Auswärtssieg wird, zeigt schon ein Blick ins Vorjahr: Damals unterlag Evivo im Vorfeld des Pokalfinals in Bottrop 0:3.
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