Düren - Evivo zittert sich zum Sieg

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Evivo zittert sich zum Sieg

Von: jan
Letzte Aktualisierung:
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Auch wenn die Playoffs noch vor der Türe stehen: Beim letzten Heimspiel der Bundesligasaison nahmen die Evivo-Fans schon einmal Abschied von ihrem geliebten Trainer Sven Anton (links). Der war schließlich nicht nur über Jahre als Coach für die Mannschaft verantwortlich, sondern hatte selbst lange Zeit als effektiver Angreifer am Netz gestanden. Am Ende der Saison wird Sven Anton das Dürener Team jedoch auf jeden Fall verlassen.

Düren. Das Minimalziel war in Gefahr. Platz sechs lautet es. Und den hätte Evivo Düren in der Volleyball-Bundesliga beinahe verloren.

Im Heimspiel gegen den EnBT TV Rottenburg gab es eine Phase von einer halben Stunde, in der die 1200 Zuschauer in der Arena Kreis Düren das Schlimmste befürchten mussten.

Am Ende durften alle Dürener trotzdem jubeln. Denn die Mannschaft von Trainer Sven Anton war in der Lage, die eigenen Schwächen mit großem Einsatz auszugleichen. 3:1 (25:17, 23:25, 27:25, 25:22) endete das letzte Heimspiel vor dem Beginn der Playoffs.

Schwachstelle gefunden

Einmal tief durchatmen, hieß es am Ende im Dürener Lager. Satz eins hatte Evivo deutlich gewonnen, Satz zwei nach einem Fehlstart aber nicht. Und Durchgang drei war genau so gestartet. Der Gegner aus dem Schwabenland hatte Dürens Schwachstelle gefunden und sich darauf eingeschossen. Evivo ist in der Annahme und im Außenangriff derzeit verwundbar. Denn die Alternativen fehlen. Kamil Kacprzak ist verletzt und wird in dieser Saison wohl nicht mehr spielen können. Nikolai Kracht und Christoph Eichbaum stehen mit der Verantwortung alleine da.

„Dass du auf einer so wichtigen Position mal ins Wackeln kommst, ist ganz normal”, verteidigte Trainer Sven Anton vor allem Nikolai Kracht. „Dann wechselst du aus und alles ist gut.” Kracht musste im dritten Satz aber auf dem Feld bleiben. „Ich würde ja gerne wechseln. Aber wir haben Niemanden dafür”, so Anton. 11:17 lag Düren da schon hinten. „Die Mannschaft hat gezeigt, dass sehr viel Leben in ihr steckt”, kommentierte Anton die Tatsache, dass seine Spieler den dritten Satz am Ende noch drehen konnten.

Durchgang vier ging ebenfalls an die Hausherren. Und damit war der wichtige Sieg über Rottenburg unter Dach und Fach. Dank eines überragenden Christian Dünnes, der in den entscheidenden Phase kaum Fehler und viele wichtige Punkte markierte. Bei Rottenburgs Hauptangreifer Falko Steinke war das genau umgekehrt. Außerdem stark: Dürens Jüngster, der Spielmacher Merten Krüger. „Merten ist ein sehr akribischer Arbeiter. Es freut mich, dass er sich immer weiter steigern kann”, sagte der Trainer über den 20-Jährigen.

Fast wäre nicht nur das Spiel, sondern auch das derzeitige Ziel des Dürener Teams in Gefahr gewesen. Düren muss mindestens Sechster bleiben, um zu verhindern, dass der Gegner im Viertelfinale Pokalsieger Generali Haching oder Meister VfB Friedrichshafen heißt. Besser noch, Düren würde Fünfter, dann lautet der Gegner in der ersten Playoffs-Runde Moerser SC. Und den konnte Evivo zuletzt noch besiegen.

Chance besteht noch

Und diese Chance besteht durchaus noch. Nachdem Generali Haching am Sonntag 3:1 gegen RWE Volleys Bottrop gewann, sind Düren und Bottrop punktgleich. So kommt es am kommenden Samstag um 14 Uhr zum entscheidenden Auswärtsspiel um Platz 5 in Bottrop. Gewinnt Evivo im letzten Bundesligaspiel der Saison, wäre der fünfte Tabellenplatz und damit der vermeintlich leichtere Gegner in den Playoffs sicher.
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