Düren - Evivo: Wichtiger Sieg im Mittelfeld-Duell

Evivo: Wichtiger Sieg im Mittelfeld-Duell

Von: pl/sis
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Jubel
Im dritten Satz spielten die Hausherren vor 1600 Zuchauern entfesselt auf. Foto: Franz Sistemich

Düren. Am Ende stand der wichtige Sieg im Mittelfeld-Duell. Aber die Volleyballer von Evivo Düren taten sich beim 3:1 (18:25, 25:23, 25:16, 25:23) gegen die bis Sonntag punktgleichen „Piraten” aus Bad Dürrenberg/Spergau schwer.

Eineinhalb Sätze brauchte Trainer Sven Anton, bis er die richtige Mixtur auf dem Feld stehen hatte. Schon im ersten Satz brachte er Felix Isaak für Vladi Rakic. In Satz 2 folgten Sven Dick für Niklas Rademacher und - ganz entscheidend - Vincent Langes „Düren-Premiere”, als er Tim Elsner ersetzte.

Von einem Sieg der Auswechselbank wollte Anton hinterher aber nicht sprechen. „Wir haben genug Spieler, und nicht jeder kann jeden Tag seine optimale Leistung bringen”, verpackte er seine Wechsel diplomatisch.

Neben den Genannten überzeugte - endlich - ein weiterer Akteur: Jeff Weiler. Dürens Libero wurde von den Gästen geradezu gesucht in der Annahme - in der Hoffnung, dass der Kanadier patzte. Doch der zeigte am Sonntag sein wohl bestes Spiel im Dürener Dress, auch wenn ihm die „Kollegen” noch den ein oder anderen Ball vor der Nase wegschnappten.

„Ich war ganz schön aufgeregt”, relativierte Lange nach der Partie den äußeren Schein. Völlig unaufgeregt und unspektakulär, aber effektiv setzte er die Bälle, genau das, was Düren brauchte. „Wir haben zu Beginn zu viele Fehler gemacht”, sah er als Hauptgrund dafür, dass die Gäste eineinhalb Sätze lang die Partie dominierten - ohne selbst viel dazu beizutragen.

„Ich verstehe nicht, warum wir stundenlang Videos analysieren, wenn nach einem halben Satz die Ordnung verloren geht”, polterte Anton. Einzig Heriberto Quero punktete unverdrossen.

Und im zweiten Satz zeigte sich keine Besserung. Der Punkt zum 4:4 nötigte Teile des Publikums dazu zu pfeifen. Ein abgewehrter Ball tropfte vorne auf den Boden, weil sich Weiler und Elsner nicht einig waren, wer ihn nehmen sollte.

Die Gäste strebten scheinbar unaufhaltsam einem Auswärtssieg entgegen, bauten ihren Vorsprung auf 18:13 aus. Was dann aber am Ende passierte, konnte auch Gäste-Trainer Michael Merten nicht erklären. Seine Spieler verloren völlig die Orientierung. Evivo, vom nun wachen Publikum angefeuert, kam Punkt um Punkt näher.

Dürrenberg unterliefen Schnitzer, die vorher nicht zu sehen waren. Felix Isaak war es schließlich, der mit einer Aufschlagserie Satz 2drehte. Sein letzter Service tropfte einem völlig konsternierten Dürrenberger direkt vor die Füße.

„Mit unserer Emotion haben wir das Spiel gewonnen”, sagte er hinterher. Das gleiche Drama aus Gästesicht wiederholte sich im vierten Satz. Ein Blackout ließ Düren nach einem 12:16 wieder herankommen. Quero verwandelte den Matchball schließlich, wie die Dürener das am liebsten sehen: mit einem herzhaften Angriffsschlag!
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