Rottenburg - Evivo verspielt die Tabellenführung

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Evivo verspielt die Tabellenführung

Von: jan
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Rottenburg. In der Volleyball-Bundesliga hat Evivo Düren im fünften Spiel die erste Niederlage einstecken müssen. Mit 1:3 (17:25, 23:25, 25:19, 26:28) unterlag Düren auswärts gegen den TV Rottenburg.

Düren ist jetzt Zweiter hinter Meister Berlin. Bis zur Mitte der zweiten Satzes lief bei Evivo nichts zusammen, erst danach fand das Team gegen einen aggressiv aufspielenden Gegner ins Spiel.

„Satz eins war Mist”, so Trainer Michael Mücke. Dessen Ärger über den verschlafenen Start war jedoch nicht so groß wie über das Ende der Partie. „Wir haben uns danach nämlich gut zurück gekämpft”, sagte Mücke.

Zunächst sei dem Schiedsgericht die Kontrolle entglitten, dann habe das Dürener Team zwei Fehler produziert, die Satz und Spiel gekostet haben.

Den Ursprung der Probleme benannte Mücke eindeutig: Er heißt Hans Peter Müller-Angstenberger, seines Zeichens Trainer in Rottenburg. Der ist für seine emotionale Art bekannt, sei aber diesmal über das Ziel hinaus geschossen. „Das hatte mit Fair Play nichts mehr zu tun. So sollte sich ein Trainer nicht aufführen”, sagte Mücke.

Müller-Angstenberger habe die Atmosphäre auf dem Spielfeld und in der Halle derart angeheizt, dass es zu Szenen gekommen sei, die beim Volleyball nichts zu suchen haben.

Evivo-Abwehrchef Blair Bann wurde nach einer Abwehraktion, bei der er über die Werbebande gesprungen war, von den Rottenburger Fans derart übel beschimpft, dass es im Finale des vierten Satzes am Spielfeldrand beinahe zu Ausschreitungen gekommen wäre. Ein Rottenburger Auswechselspieler soll den Dürener Fans anschließend mit Schlägen gedroht haben.

Kurz vor dem Ende des Spiels sei sein Gegenüber laut Mücke „ausgerastet”, und habe damit bewirkt, dass Evivo ein bereits zugesprochener Punkt zu Unrecht wieder aberkannt wurde. „Da hätten die Schiedsrichter energisch einschreiten müssen”, beschrieb Mücke. Von dem aberkannten Punkt und der nicht erfolgten Strafe für den Gegner ließ sich Düren nervös machen. Es folgten zwei taktische Fehler, dann waren Satz und Spiel verloren. Trainer, Spieler, Betreuer und die mitgereisten Fans betonten, dass sie ein derart hohes Maß an Aggression bisher noch nicht erlebt haben.

Am kommenden Samstag ist Düren in eigener Halle krasser Außenseiter. Dann ist das derzeit beste deutsche Team, die Berlin Recycling Volleys, in der Arena Kreis Düren zum Duell Erster gegen Zweiter zu Gast.
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