Evivo unterliegt im Schwarzwald gegen TV Bühl

Von: Guido Jansen
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Evivo
Angriff in Bühl: Dürens Kamil Kacprzak und Evivo scheitern im Schwarzwald. Foto: Jansen

Bühl. Nach dem Aufwärtstrend der vergangenen Wochen hat Volleyball-Bundesligist Evivo Düren am Wochenende eine Bruchlandung erlitten. 2:3 unterlagen die Volleyballer von der Rur beim TV Bühl. 25:19, 17:25, 19:25, 25:23, 13:15 lauteten die Satzergebnisse im Schwarzwald.

Aus dem Rennen um Platz vier als Ausgangsbasis für die Endrunde ist Düren so gut wie sicher raus. Der Moerser SC hat sechs Verlustpunkte weniger auf dem Konto. Das kann Evivo aus eigener Kraft nicht mehr aufholen. Das Saisonziel Halbfinale hat Trainer Sven Anton aber keinesfalls abgehakt.

Platz fünf lautet das Ziel, dass die Mannschaft bis zum Beginn der Endrunde unbedingt erreichen will. Der Grund: Im Viertelfinale treffen der Vierte und der Fünfte aufeinander. Derzeit muss Evivo aber auch darauf achten, nicht von Platz sechs abzurutschen. Denn nach der Niederlage beträgt Dürens Vorsprung auf die Netzhoppers Königs Wusterhausen nur noch einen Sieg.

„Ich habe hier kein gutes Gefühl”, hatte Trainer Sven Anton schon vor der Partie gesagt. Und er sollte Recht behalten. In Bühl braute sich ein Mischung zusammen, gegen die Evivo am Ende kein gutes Rezept gefunden hat. Die Anton-Mannschaft verlor gegen einen Gegner, der die beste Leistung der Saison zeigte, sich in einen kollektiven Rausch spielte und die Schwarzwald-Halle in ein Tollhaus verwandelte.

Dazu kam das Glück des Tüchtigen, dass Bühl nicht nur bei vielen Ballwechseln hatte. Denn Düren musste erneut damit leben, dass das Schiedsgericht von seiner Bestleistung weit entfernt war und wieder Einfluss zu Evivos Ungunsten nahm. Vor allem die vielen Linienübertritte und technischen Fehler der Bühler wurden nicht geahndet. Einen weiteren Beitrag leistete auch die irregulär niedrige Deckenhöhe in der Bühler Halle. Der TVB spielt dort mit Ausnahmegenehmigung. Sehr häufig landeten Abwehraktionen der Evivo-Sechs an der Decke. So auch beim Matchball für Bühl. Der Ball berührte das obere Ende der Halle nach einer starken Dürener Abwehr ganz leicht: Statt einer Chance zum Ausgleich bedeutete das den Sieg für Bühl.

Das Hauptproblem lag aber bei den Volleyballern von der Rur selbst. Vor allem im dritten Satz war der Aufschlag zu schwach, um den euphorisierten Gastgebern mit den ehemaligen Dürener Spielern Heriberto Quero und Vladimir Rakic Einhalt zu gebieten. „Bühl hat alles oder nichts gespielt und dabei viel gewonnen”, musste der Trainer nach dem Spiel feststellen.

Genau so treffend war die Analyse seines Assistenten Björn-Arne Alber. „Wenn wir unseren Angriff in den gegnerischen Block, ins Netz oder ins Aus schlagen, dann hat das nichts mit Hallendecke oder Schiedsrichter zu tun. Dann haben wir die Fehler selbst gemacht.” Düren fehlte die Souveränität einer Spitzenmannschaft, mit der man einen Hexenkessel kalt stellt.

Jetzt bleibt abzuwarten, wie die Mannschaft mit der bitteren Niederlage umgeht. Sichtlich gezeichnet haben die Spieler und die 50 lautstarken Dürener Fans den Schwarzwald verlassen. Die verbleibenden Aufgaben in der Liga werden nicht einfacher. Am kommenden Samstag geht es beim Heimspiel gegen den Moerser SC weniger darum, die Minimalchance auf Platz vier zu wahren. Düren muss gewinnen, um nicht abzurutschen.
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