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Evivo-Trainer muss auf eine Reihe verletzter Spieler verzichten

Von: Guido Jansen
Letzte Aktualisierung:
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Heriberto Quero (vorne) fällt gegen VCO Berlin grippekrank aus. Niklas Rademacher (hinten) rückt deshalb auf seine Position. Foto: Jansen

Düren/Berlin. Evivo Düren hat sich in der Volleyball-Bundesliga wieder Respekt verschafft. Das wird deutlich, wenn man die Worte von Söhnke Hinz, Trainer des Gegners VC Olympia Berlin hört.

„Düren spielt jetzt wesentlich stabiler als in der Hinrunde. Evivo ist stärker als die anderen Mannschaften im Mittelfeld. Und das zeigt die Mannschaft jetzt”, sagt der Coach aus Berlin vor der Partie am Mittwoch um 20 Uhr.

In Sicherheit wiegen will Hinz die Gäste aus dem Rheinland nicht. Zumal sich Evivo aktuell mit großen Verletzungssorgen plagt und deswegen in erhöhter Alarmbereitschaft ist: Heriberto Quero hat die Reise nach Berlin nicht angetreten und liegt grippekrank im Bett. Und der Langzeitverletzte Alexander Mayer wird noch länger ausfallen. Der 22-Jährige, der Ende Februar wieder spielen sollte, hat sich erneut die linke Hand gebrochen. Dafür kehrt Tim Elsner, der zuletzt zwei Wochen wegen einer Entzündung im Knie pausieren musste, zurück. Fit ist der 24-Jährige allerdings noch nicht.

Auch in Bestbesetzung hätte Düren die Aufgabe nicht auf die leichte Schulter genommen. Dafür war der Paukenschlag, für den der VCO zuletzt gesorgt hat, viel zu laut. 3:1 konnte die Berliner Mannschaft, in der der größte Teil der aktuellen Junioren-Nationalmannschaft zusammengefasst ist, den Titelanwärter und Pokalfinalisten Moerser SC bezwingen. „Ich habe sie auch schon vor dem Sieg gegen Moers nicht unterschätzt”, sagt Evivo-Angreifer Niklas Rademacher, der für Quero auf die Position des Hauptangreifers rücken wird, über den Gegner. „Die Jungs sind gut”, so der 26-Jährige.

Der Gewinn des Vize-Europameistertitels im Herbst belegt Rademachers Aussage. Die Berliner werden, das zeigt die Erfahrung, noch besser werden. Alle zwei Jahre spielt das VCO-Projekt in der Bundesliga.

Jedes Mal konnten die Junioren sich in der Rückrunde steigern. Für Evivo geht es jetzt darum, zu verhindern, dass der Gegner schon heute damit anfangen kann, sein Punktekonto aufzubessern. „Wir wollen da gewinnen. Das ist keine Frage. Aber dafür müssen wir 100 Prozent geben”, so der Evivo-Außenangreifer. Vor allem angesichts der Tatsache, dass der Ausfall des wichtigsten Angreifers Heriberto Quero kompensiert werden muss. Die Devise lautet deshalb: Gewinnen, egal wie.

Am vergangenen Samstag hat Evivo mit einer konzentrierten Leistung den Aufsteiger TV Rottenburg glatt mit 3:0 bezwungen. „Wir müssen zuerst einmal ein Fehlervermeidungsspiel spielen”, sagte Trainer Sven Anton nach dem Sieg. Wenig Eigenfehler sollen die Basis für das erfolgreiche Dürener Spiel in der Rückrunde und in den Playoffs sein. So soll auch die Partie am Mittwoch angegangen werden.

Gegen Rottenburg hat Evivo nach anfänglichem, erfolgreichem Sicherheitsdenken gut in die Partie gefunden und dann mit und mit das Risiko im Aufschlag gesteigert, ohne mehr Fehler zu produzieren. Jetzt fehlt mit Quero der Mann im Dürener Spiel, der dafür zuständig ist, die wichtigen Punktchancen zu verwerten. „Das müssen wir als Mannschaft kompensieren”, betont Anton.
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