Düren - Evivo-Star Christian Dünnes verlässt Düren 2011

Evivo-Star Christian Dünnes verlässt Düren 2011

Von: jan
Letzte Aktualisierung:
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Nur noch für eine Saison wird Nationalspieler Christian Dünnes in Diensten von Evivo stehen.

Düren. Schockiert waren die Verantwortlichen des Volleyball-Bundesligisten Evivo Düren gestern nicht. Denn von Plänen ihres besten Angreifers Christian Dünnes, zum Pokalsieger Generali Haching zu wechseln, haben sie gewusst. Offenbar auch deshalb, weil beide Klubs über einen vorzeitigen Wechsel gesprochen haben.

Dünnes hat in Düren einen Vertrag bis zum 30. Juni 2011, Haching hätte ihn gerne schon in diesem Sommer verpflichtet. Allerdings konnten sich die Klubs, die in diesem Punkt beide schweigen, nicht einigen. Und jetzt schweigen sie weiter zu dem Thema.

Zwei Fragen stellen sich: Warum legt sich Christian Dünnes so frühzeitig fest? Und wie geht es in Düren jetzt weiter? Die Antwort auf die erste Frage bleibt vorerst offen. Denn Dünnes ist derzeit mit der Nationalmannschaft in Argentinien und deshalb nicht erreichbar.

Auf der Hand liegt, dass die Hachinger dem 2,07 Meter großen Angreifer ein deutlich besseres Angebot gemacht haben. Denkbar ist auch, dass die geringere Distanz zu seiner Freundin in Italien eine Rolle gespielt hat. In jedem Fall wird die Entscheidung in Düren kritisch beäugt.

„Über den Zeitpunkt der Bekanntgabe sind wir nicht erfreut”, sagt Geschäftsführer Rüdiger Hein. Zwar traut er Dünnes zu, die Zukunft auszublenden und in der Gegenwart stark für Düren zu spielen. „Aber einfach wird diese Situation nicht.” Das betont auch Trainer Sven Anton. „Zum Kapitän machen kann ich ihn jedenfalls nicht mehr”, merkt dieser an.

Deswegen wählte Anton auch deutliche Worte. Die Tatsache, dass der frühzeitige Wechsel künftig für Unruhe sorgen könnte, ärgert ihn, das Vorgehen der Hachinger findet er diesbezüglich „unmöglich”. Rüdiger Hein bedauert Dünnes Weggang. Noch nie war ein Dürener Spieler vom Fachmagazin Volleyball zum besten Angreifer und wertvollsten Spieler der Liga gekürt worden.

Die Evivo-Verantwortlichen hätten das Team der Zukunft gerne um den gebürtigen Siegerländer aufgebaut. Möglicherweise war dieser Aufbau aus Dünnes Sicht zu langsam. Die Hachinger sind diesbezüglich weiter, auch weil die Bayern finanziell mehr Möglichkeiten haben. „So bedauerlich das jetzt ist, dass Christian uns nächstes Jahr verlässt - wir haben aber zumindest genug Zeit, um darauf zu reagieren”, sagt der Evivo-Geschäftsführer.

Zudem steckt der Verein derzeit mitten in den Planungen für die kommende Saison. Rüdiger Hein: „Wir sind dabei, eine starke Mannschaft aufzubauen, und zwar mit Christian Dünnes. Nur darum geht es im Moment. Nicht um 2011.”
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