Evivo spielt wieder Europapokal

Von: Jörg Abels
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War mit über 30 Punkten einmal mehr erfolgreichster Dürener Angreifer: Christian Dünnes, der auch den Matchball zum 3:2-Sieg bei den Netzhoppers Königs Wusterhausen verwandelte. Foto: Abels

Düren. Sven Anton war die Erleichterung anzusehen. Als Christian Dünnes am Mittwochabend nach 107 hart umkämpften Spielminuten mit seinem 33. Punkt (!) den dritten Matchball verwandelte, kannte der Jubel keine Grenzen mehr.

Dürens Trainer konnte das leidige Kapital Netzhoppers Königs Wusterhausen endgültig ad acta legen. Die vier bitteren Niederlagen gegen seinen Vorgänger Mirko Culic in den letzten beiden Spielzeiten gehören endgültig der Vergangenheit an.

„Jetzt können wir ohne Druck in das Halbfinale gehen”, schiebt Anton schon einmal Generali Haching die Favoritenrolle in der am kommenden Mittwoch in Unterhaching beginnenden Serie „Best of Five” zu. „Wir haben unser Saisonziel erreicht und schauen jetzt nur noch von Spiel zu Spiel”, betont Anton, um mit dem neu gewonnenen Selbstbewusstsein direkt nachzuschieben: „Eines aber wollen wir mindestens noch gewinnen.”

Evivo-Geschäftsführer Rüdiger Hein würde sich freuen. Ein zweites Heimspiel am Freitag, 16. April, würde zusätzliches Geld in die Kasse spülen. Geld, das Evivo in der kommenden Saison gut gebrauchen kann. Denn mit dem Erreichen des Halbfinals hat die junge Dürener Mannschaft trotz des Verletzungspechs nicht nur das selbst gesteckte Saisonziel bereits erreicht, sondern sich auch für einen internationalen Wettbewerb qualifiziert.

Neben Pokalsieger Haching wird der Meister in der Champions League spielen, zwei weitere Plätze stehen im CEV-Pokal und im Challenge-Cup zur Verfügung. „Wir werden auf jeden Fall international antreten. Das haben sich die Jungs verdient”, räumte der Sportliche Leiter Goswin Caro etwaige Zweifel an der finanziellen Machbarkeit bereits aus. Vieles deutet darauf hin, dass Evivo im CEV-Pokal, dem zweitwichtigsten europäischen Wettbewerb, landen wird; selbst bei einer Niederlage im Halbfinale.

„Denn ein Spiel um Platz Drei gibt es diesmal nicht”, erklärt Caro, so dass beim Vergleich der unterlegenen Halbfinalisten die Platzierung der Normalrunde herangezogen würde. Vorteil des CEV-Pokals: Anders als in der Champions-League wird keine TV-Übertragung verlangt. „Das spart Kosten”, so Caro weiter. Zudem verspricht sich Hauptsponsor Erich Peterhoff vom Erreichen des Pokalfinales und des DM-Halbfinales eine Signalwirkung für das Umfeld, auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten das Engagement nicht zu kürzen.

Die Rote Evivo-Wand

Doch erst einmal wartet Generali Haching. Und mit den Oberbayern hat Evivo nach dem verlorenen Pokalfinale noch eine Rechnung offen. Daran sollen auch die Fans das Team von Mihai Paduretu erinnern. Geschäftsstellen-Leiter Josef Kaulen ruft den Dürener Anhang auf, im zweiten Halbfinalspiel am kommenden Samstag, 10. April, noch einmal die Shirts von Halle anzuziehen und wieder die rote Evivo-Wand zu formieren.

Für die Spieler heißt es über die Ostertage jetzt erst einmal mit „aktiven Wohlfühltrainig”, wie es Kapitän Jan Umlauft beschreibt, den Kopf nach dem Fünf-Satz-Krimi vom Mittwochabend wieder freizubekommen, „um dann mit Spaß ins Halbfinale gehen zu können”.
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