Düren - Evivo: Nervenstark mit unbedingtem Siegeswillen

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Evivo: Nervenstark mit unbedingtem Siegeswillen

Von: Jörg Abels
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Im Block eine Wand und auch im Angriff immer wieder erfolgreich: Evivos Mittelblocker Jaromir Zachrich.

Düren. Gastgeschenke verteilte Evivo Düren an diesem Abend gegen Dinamo Bukarest nur vor dem ersten Ballwechsel. Vielleicht war das vorweihnachtliche Präsent in Form eines Buches und Fanschals, das Spieler und Trainer ihren Gästen überreichten, aber auch nur die versteckte Ankündigung, dass sich die Rumänen in den folgenden nicht einmal 70 Minuten reiner Spielzeit warm anziehen sollten.

Mit der von Trainer Sven Anton vor dem Rückspiel im CEV-Achtelfinale geforderten Aggressivität ließen die Dürener einem über weite Strecken doch arg enttäuschenden Gegner nicht den Hauch einer Chance, allen voran der Niederländer Michael Olieman, der endlich einmal andeutete, dass er in Topform durchaus in der Lage ist, auch einen Christian Dünnes auf der Diagonalposition zu ersetzen.

„Michael hat sehr gut trainiert und braucht Spielpraxis”, begründete Anton vor der Partie die für viele der knapp 1000 Zuschauer doch überraschende taktische Maßnahme, die zum Glücksgriff wurde. Während Olieman zum besten Dürener des Abends avancierte und Evivos Block mit Felix Isaak und Jaromir Zachrich den Rumänen mehr als einmal den Zahn zog, schien es fast so, als hätten die in Bestbesetzung aufgelaufenen Bukarester mit dem 3:2-Hinspielsieg im Hinterkopf das Rückspiel frühzeitig abgehakt, Kräfte gespart, um sich ganz auf den dann folgenden Entscheidungssatz zu konzentrieren. Denn auf einmal war Dinamo da, ging im „Golden Set” sogar 2:0, 3:1 und 5:3 in Führung. Plötzlich stand da ein ganz anderer Gegner auf dem Platz, der sich hochpuschte und Bälle traf, die zuvor beim glatten Dürener 3:0 (25:16, 25:14, 25:15) noch im Nirwana oder Block gelandet waren.

Es spricht für das junge Dürener Team, dass es in dieser kritischen Phase Nervenstärke bewies und - frenetisch angefeuert von den Fans - den Sack zumachte. „Man hat den unbedingten Siegeswillen in der Mannschaft gespürt”, freute sich Anton.

Dabei bewies vor allem Zuspieler Merten Krüger großen Mut, suchte er doch immer wieder auch das erste Tempo, insbesondere über Mittelblocker Jaromir Zachrich. „Wir haben taktisch sehr gut gespielt und alle Vorgaben umgesetzt”, betonte der Trainer. „Wir haben starke Sprungaufschläge in die Mitte serviert und den gegnerischen Libero, der mit Flatteraufschlägen so seine Probleme hat, immer wieder unter Druck gesetzt.”

Und natürlich freute sich Anton über die Leistung von Michael Olieman. „Jetzt haben wir wieder eine taktische Option mehr.” Will heißen: Christian Dünnes könnte in Zukunft - wie bereits vor Saisonbeginn angedacht - öfter auch einmal Annahme/Außen agieren. Und eine weitere Alternative kommt nach dem Einzug Evivos in das CEV-Pokal-Viertelfinale, dem größten Erfolg in der Vereinsgeschichte auf europäischer Ebene neben den Champions-League-Teilnahmen, noch dazu: Ab sofort greift der polnische Neuzugang Kamil Kasprczak erstmals ins Training ein. Am Samstag beim VFB Friedrichshafen ist der Annahmespieler erstmals für Evivo spielberechtigt.
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