Düren - Evivo: Leidenschaft reicht gegen abgezockte Bühler nicht

Evivo: Leidenschaft reicht gegen abgezockte Bühler nicht

Von: Franz Sistemich
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Dicke Backen: Matthias Pompe und seine Mitspieler warfen gegen den TV Bühl Kampf und Leidenschaft in die Waagschale – vergeblich. Foto: Jansen
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Der Frust sitzt tief: Georg Klein und Evivo Düren mussten die Überlegenheit der „abgezockteren“ Bühler anerkennen. Foto: Jansen

Düren. Die Angreifer des Volleyball-Bundesligisten Evivo Düren standen am Mittwochabend vor einem Problem: Wie sollten sie den starken Block des TV Ingersoll Bühl überwinden? Fünf Mal beispielsweise blieben die Hausherren im vierten Satz an den Händen der Bühler Volleyballer hängen.

Auch deshalb verloren sie diesen Abschnitt 20:25. Und weil sie auch den ersten (21:25) und den zweiten (22:25) verloren und nur den dritten Abschnitt (25:19) gewonnen hatten, mussten sie nach dem letzten Ballwechsel als 1:3-Verlierer das Spielfeld verlassen.

„Wir haben einfach zu viele Fehler produziert“, sagte Trainer Michael Mücke mit Blick auf eben diesen Abschnitt und das schwierige Unterfangen, Bühls Block zu umgehen. Eine Möglichkeit lautete beispielsweise: die Fingerspitzen anschlagen, so dass das Spielgerät unerreichbar hoch über die Bühler Feldabwehr ins Aus flog. Dies gelang Sebastian Gevert und Co. nicht immer. Und so flogen die Bälle auch zu oft über die Fingerspitzen der TV-Akteure ins Aus. Vier Angriffsfehler unterliefen den Hausherren im letzten Satz des Spiels. Diese machen mit den fünf gegnerischen Blocks neun Punkte für den TV Ingersoll Bühl. Im Endeffekt zu viele.

„Die Bühler waren aber in den Endphasen der ersten beiden und eben des vierten Satz abgezockter“, stellte der nach seinen Rückenproblemen wieder genesene Dürener Mittelblocker Georg Klein fest. „Sie hatten ihre klare Linie, die haben sie sehr gut umgesetzt. Und deshalb auch gewonnen.“ Düren leistete sich speziell in eben diesen Phasen die entscheidenden Fehler, die zu direkten Bühler Punkten führten.

In der Tat vergaben die Hausherren den möglichen Heimsieg in den Endphasen. Auch zu Beginn des ersten und des dritten Verlustsatzes bot Düren Volleyball auf Augenhöhe. Im ersten Satz sahen die Zuschauer Düren vorne. Bei 13:13 glich Bühl aus, dann wieder zum 18:18. Der Satz ging in die entscheidende Phase, in der Bühl den Drück erhöhte und Evivo Fehler machte. Im zweiten Abschnitt lief Evivo beim Stand von 6:10 erstmals einem Vier-Punkte-Rückstand hinterher.

Bühl nutzte den Vorsprung routiniert zum zweiten Satzgewinn. Aber die Hausherren punkteten nun mit ihren Tugenden: Kampf und Leidenschaft. Keinen Ball gaben sie verloren, hielten den Satz offen – und erhöhten in der Schlussphase den Druck. Sebastian Gevert schritt beim Stand von 18:18 zum Aufschlag. Und seine Sprungaufgaben brachten die Bühl er Annahme in ganz große Bedrängnis. Die Folge: Evivo zog auf 22:18 davon. Bühl gelang nur noch ein Punkt, Düren siegte 25:19, verkürzte auf 1:2.

„Wir haben gezeigt, dass wir, wenn wir den Druck hoch halten konnten, Bühl durchaus in Verlegenheit bringen konnten“, zog Außenangreifer Matthias Pompe dennoch ein zufriedenes Fazit des Heimspiels gegen einen Gegner, der in der Play-off-Runde durchaus Dürens erster Gegner sein könnte. Daran denkt aktuell aber noch keiner. Denn: Samstag muss Evivo beim CV Mitteldeutschland antreten. Der unterlag Mittwoch dem VfB Friedrichshafen nur 2:3.

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