Evivo: In die Augen geschaut und gewonnen

Von: Guido Jansen
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Geschafft: Matthias Böhme (re
Geschafft: Matthias Böhme (rechts) und Fabian Kohl bejubeln den überfälligen ersten Heimsieg der Saison. Foto: Guido Jansen

Düren. Der nächste Auftritt des Volleyball-Bundesligisten Evivo Düren wird keine so haarige Angelegenheit wie zuletzt. Ob Jaromir Zachrich, Matthias Böhme, Joe Deimeke und Co. am Samstag um 19.30 Uhr das Pokal-Viertelfinale auswärts beim Moerser SC gewinnen, ist damit nicht gesagt.

Was fest steht, ist, dass der Bart bei den drei Volleyballern ab ist. Sie haben das Haar im Gesicht so lange sprießen lassen, bis der erste Heimsieg geglückt ist. Das war am Mittwoch mit einem überzeugenden 3:0 über EnBW TV Rottenburg der Fall.

Prompt waren die Rasierer am Werk. Vorausgegangen war ein Spiel, das Signalwirkung haben könnte. Denn der 25:20, 25:18, 25:20-Erfolg könnte das Spiel sein, in dem die Mannschaft den Hebel von ängstlich auf mutig umgelegt hat. Wie schon bei den bitteren Heimpleiten gegen die Netzhoppers, Bühl und zuletzt Gotha spielte die Mannschaft gut, lag sogar in Führung. Und wieder produzierte Evivo Fehler. Auch gegen Rottenburg.

„Das ist ganz normal, dass du mal vier gute Aktionen hast und der Gegner mit zwei, drei guten Angriffen zurückschlägt”, sagte Trainer Söhnke Hinz. Diese so einfach klingende Lektion haben die Dürener offenbar verstanden. Erstmals seit Wochen ist die Mannschaft nicht mehr eingebrochen, wenn sie zwei Fehler in Folge produziert hat.

„Wir haben uns in die Augen geschaut. Und da war diesmal keine Verunsicherung, sondern Entschlossenheit”, zählte Christian Fromm einen Unterschied zu den vergangenen Spielen auf. Die Körpersprache war eine ganz andere. Vielleicht waren Stärke und Emotion zuerst etwas gespielt. Aber mit diesem Spiel haben sich Evivos Volleyballer selbst mehr Sicherheit verliehen als in den vergangenen Wochen.

„Ich hatte schon vor der Partie ein gutes Gefühl. Die Eindrücke aus dem Training haben gestimmt”, so Trainer Söhnke Hinz. Möglicherweise ist der größte Schritt aus der Krise getan. Aber gut steht die Mannschaft noch lange nicht da. Platz acht heißt die Realität dieser Tage.

Am 17. Dezember ist das Spitzenteam der Recycling Volleys Berlin in Düren zu Gast, am 22. Dezember reist Evivo zum sieglosen Tabellenletzten nach Bottrop. Falls die letztgenannte Partie überhaupt stattfindet. Die Gerüchteküche brodelt immer intensiver. Die Bottroper Volleys stehen möglicherweise vor der Pleite.

Weiter geht es es wie gesagt schon am Samstag mit der Pokal-Partie in Moers. Das Spiel findet übrigens ausnahmsweise in der Moerser Sporthalle am Adolphinum statt. Danach folgt dann am Dienstag der Auftritt im Europapokal auf den Azoren.
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