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Evivo: Im Kampf gegen Berlin zählen nur Taten

Von: Guido Jansen
Letzte Aktualisierung:
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Jaromir Zachrich (mitte) freut sich bereits auf das Spiel am Mittwochabend gegen den Liga-Konkurrenten SCC Berlin. Foto: Guido Jansen

Düren. Beweisen will Jaromir Zachrich nichts. „Es gibt nichts zu beweisen. Der Blick in die Block-Statistik reicht”, sagte der Volleyballer des Bundesligisten Evivo Düren am Dienstag. In der Liste der besten Blocker ist Zachrich die Nummer fünf der Liga, in Sachen Effizienz sogar der Zweitbeste.

Um die Mittelblocker des SCC Berlin - Zachrichs Ex-Klub - zu finden, muss der Statistik-Freund weiter unten suchen. Zuerst taucht Dürens Felix Isaak auf Rang 14 auf, bevor auf 15 mit Ricardo Galandi der erste Berliner zu finden ist. Am Mittwoch zählt aber nicht das Zahlenwerk, sondern es zählen Taten. Um 19.30 Uhr stehen sich Evivo Düren und der SCC Berlin in der Arena Kreis Düren gegenüber.

Für Zachrich ist es das Duell seines neuen Klubs mit dem Verein, bei dem er trotz guter Leistung zwei Jahre einen schweren Stand hatte. „Natürlich motiviert mich das noch einmal besonders”, sagte der 25-Jährige. Allerdings nicht, weil er dem Ex-Klub zeigen will, dass es ein Fehler war, ihn gehen zu lassen. „Ich bin ja froh, dass ich jetzt in Düren spiele”, so Zachrich. „Beim SCC hieß es immer: Oh, oh. Wir spielen gegen Düren. Jetzt erlebe ich das endlich mal aus der anderen Perspektive.” Und die beinhaltet eine große Portion Vorfreude auf das Spiel. Düren hat viel zu gewinnen, während Lieblingsgegner Berlin viel verlieren kann.

Enttäuschung verdaut

Im Evivo-Lager ist die Enttäuschung darüber, dass die Mannschaft zunächst nicht zur Spitze der Liga zählt, inzwischen verdaut. Nach schwachem Saisonstart wird Düren kontinuierlich besser. Ein Sieg gegen Berlin wäre ein großer Schritt in Richtung oberes Tabellendrittel. Der heutige Gegner dagegen hat den ersten großen Rückschlag der Saison möglicherweise noch nicht verdaut. Am Sonntag waren die Berliner ohne Chance, als Pokalsieger Generali Haching zu Gast war. Die Verunsicherung ist möglicherweise da, der Druck aber ganz sicher.

Denn der SCC hatte lautstark angekündigt, um die Meisterschaft mitspielen zu wollen und entsprechend aufgerüstet. Fünf starke Außenangreifer, die bei den meisten Bundesligisten Stammspieler wären, haben die Hauptstädter im Kader. Nur zwei können spielen. „Da liegt sicher Berlins Stärke”, sagte Zachrich. Düren will mit seinem immer besser gewordenen Aufschlagspiel dagegen halten. Und mit dem Wissen im Hinterkopf, dass der Druck auf Berliner Seite enorm hoch ist. Eine Niederlage beim Angstgegner Düren können sich die Berliner nicht leisten. Anderenfalls sind die Plätze eins und zwei als Ausgangsbasis für die Playoffs so gut wie weg.

Die letzte Schwäche, die Evivo gelegentlich noch zeigt, darf nicht passieren. „Wir können keinen einzigen Ball weglassen und uns keine Serie von Fehlern erlauben. Berlin ist einfach zu konstant. Das nutzen sie sofort aus”, forderte Zachrich viel Intensität und Konzentration.

Und Spaß. Die Partie am Mittwoch sei einer der Höhepunkte der Saison. „Ein Spiel, in das du dich richtig rein kämpfen kannst. Darauf freue ich mich am meisten.” Ein Dürener Sieg würde zeigen, dass Evivo nach wie vor ein Spitzenteam ist. Gegen diesen Beweis hat Jaromir Zachrich sicher nichts einzuwenden.
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