Evivo geht mit zu viel Respekt ins Spiel

Von: pl/sis
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Unüberwindlicher Block: Georg Klein kann sich gegen Hachings Wand nicht durchsetzen. Foto: Franz Sistemich

Düren. „Ferdinand Tille war sehr gut. Der Libero von Generali Haching hat in der Abwehr unglaubliche Bälle rausgeholt. Da kannst du schon mal verzweifeln“, nannte Georg Klein, der Mittelblocker von Evivo Düren, einen der Gründe, warum Dürens sportliches Aushängeschild am Samstagabend gegen den Tabellenführer 0:3 verlor.

Doch nicht nur der Libero der deutschen Nationalmannschaft, sondern auch sein Kollege Sebastian Schwarz stand in Abwehr wie Annahme wie eine Eins. Und so befand Mihai Paduretu, der Trainer Hachings: „Unsere Annahme mit Tille und Schwarz war wie zuletzt die Basis für diesen Sieg.“ Es widersprach dem Übungsleiter keiner.

Und weil Haching auch noch mit einem anderen Pfund wuchern konnte – so manches Raunen ging durch die Arena Kreis Düren, wenn sich Generalis 2,11 Meter großer Mittelblocker Marcus Böhme in die Luft schraubte und den Ball humorlos ins Dürener Feld schmetterte –, war das 25:16, 25:16, 25:23 eine verdiente Angelegenheit für die Münchener Vorortler.

Doch warum war Evivo in den beiden ersten Sätzen chancenlos, obwohl die Mannschaft gut begonnen hatte? „Wir hatten zu viel Respekt“, konstatierte Michael Mücke, der Trainer, und fragte: „Warum eigentlich? Wir hatten doch nichts zu verlieren?“

Doch dann leisteten sich die Hausherren in beiden Sätzen angesichts des großen Respekts auch etliche Angriffsfehler: „So viele machen wir eigentlich nie“, befand Mücke und gestand, ob der beiden ersten Sätze hätte Evivo auch nicht unbedingt einen Satzgewinn verdient gehabt.

„Die Hachinger haben dann ihr Spiel souverän durchgezogen, während wir in diesen beiden ersten Sätzen nicht zurückgekommen sind, wie es uns schon in anderen Begegnungen gelungen ist“, führte Georg Klein weiter aus.

Aufmerksamer Beobachter des letzten Volleyballwettstreits in der Arena Kreis Düren für dieses Jahr war der deutsche Bundestrainer Vital Heynen. Der Belgier sah unterschiedliche Philosophien.

Auf der einen Seite die von Generali Haching. Nach Heynens Ansicht setzt Generali auf ein bestimmtes hohes Niveau als Mindestanforderung. Dieses versucht Haching im Spiel natürlich zu übertreffen. Sollte das allerdings nicht möglich sein, zieht sich Haching auf seine Basis zurück, um sicher im Spiel zu bleiben und die Siegpunkte dennoch einzufahren. Gegen Düren habe Haching noch Potenzial nach oben besessen.

Auf der anderen Seite Evivo. Düren versuche immer, sagte der Bundestrainer, das Maximale aus seinem Spiel herauszuholen. Gelinge dies aber nicht, dann verfüge Evivo nicht über eine hohe Basis, auf das es sich zurückziehen könne. Deshalb seien die Schwankungen im Spiel von Düren auch viel extremer.

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