Evivo Düren zahlt nicht viel, dafür aber pünktlich...

Von: Franz Sistemich
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Bleibt Evivo Düren treu: Mittelblocker Georg Klein hat seinen Vertrag bis 2015 verlängert. Foto: Franz Sistemich
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Schmettert auch weiter für Düren: Diagonalangreifer Sebastian Gevert. Foto: Guido Jansen

Düren. Die Liste der kanadischen Spieler in Diensten des Dürener Volleyball-Bundesligisten ist lang. Und in den meisten Fällen konnten sich Dürens Verantwortliche auf die Spieler aus Übersee verlassen. Jüngstes Beispiel: Blair Bann.

Der Libero bot in der vergangenen Saison bärenstarke Leistungen in Annahme und in Abwehr. So nutzte er Evivo als Sprungbrett für den Beginn einer Karriere im Ausland. Doch bevor er dem dreifachen deutschen Vizemeister den Rücken kehrte, legte er manches gute Wort für den Klub ein.

Und so hat Bann Anteil daran, dass sich in der kommenden Saison die Tradition kanadischer Spieler in Düren fortsetzt. Der neue Zuspieler Ciaran McGovern und der neue Libero Erik Mattson haben sich auch wegen Banns positiven Erfahrungen in Düren für einen Wechsel zu Evivo entschlossen.

Die beiden Kanadier werden nicht die einzigen neuen Volleyballer der Saison 13/14 sein. Oder anders formuliert: Vom zwölfköpfigen Kader der Spielzeit 12/13 werden nur vier Spieler in der nächsten Punkterunde für Evivo annehmen oder angreifen.

Es sind dies drei Stammakteure und ein Perspektivspieler. Diagonalangreifer Sebastian Gevert und Mittelblocker Georg Klein verlängerten um zwei Jahre. Mannschaftskapitän Jaromir Zachrich bleibt für ein weiteres Jahr an Bord. Und der 17-jährige Schüler Dennis Barthel wird in der neuen Saison unter den Fittichen von Trainer Michael Mücke weiter reifen.

Folglich verlassen (oder müssen verlassen) neben Blair Bann auch Merten Krüger, Tomas Kocian, Tim Elsner, Dennis Deroey, Aljosa Urnaut, Peter Lyck Hansen und Davic Meder Düren. Die neuen Klubs von sechs dieser Volleyballer stehen noch nicht fest. Deroey beispielsweise soll es in sein Heimatland Belgien nach Puurs zurückziehen. Deutsche Spieler werden mit Moers und Bühl in Verbindung gebracht. Peter Lyck Hansen und Davic Meder wollen sich ausschließlich auf ihren Beruf (Personal Trainer) oder ihr Studium konzentrieren.

Als eine „Herkulesaufgabe“ bezeichnet Dürens Sportlicher Leiter Goswin Caro den Aufbau des neuen Teams: „Die Mannschaft 12/13 hat es geschafft, mit emotionalem Volleyball das Publikum zu begeistern. Dies gelang auch, weil die Spieler charakterlich sehr gut harmonierten.“

Nun gilt es, den Kader nicht nur nach sportlichen Gesichtspunkten zusammenzustellen. Erschwerend kommt hinzu, dass Evivo nicht die Gehälter zahlen kann und will, die andere Klubs ausloben. „Wir setzen die familiäre Atmosphäre und die Tatsache entgegen, dass wir immer pünktlich die Summe bezahlen, die wir auch mit dem Spieler ausgehandelt haben“, sagt Caro.

Sein Blick richtet sich nun vor allem auf Spieler, die die große personelle, aber auch qualitative Lücke im Bereich Annahme/Außenangriff schließen können. „Wenn wir diese Aufgabe erledigt haben, können wir uns Zeit lassen und den Spielermarkt weiter sondieren“, beschreibt Caro die Bedeutung dieses aktuellen Aufgabengebietes. An Bewerbern gibt es keinen Mangel. Wie in den vergangenen Jahren wird der Sportliche Leiter mit E-Mails und Anrufen überschüttet.

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