Düren - Evivo Düren will nicht auf Schützenhilfe setzen

CHIO-Header

Evivo Düren will nicht auf Schützenhilfe setzen

Von: Franz Sistemich
Letzte Aktualisierung:
Bilder nach dem Abpfiff einer
Bilder nach dem Abpfiff einer Volleyball-Partie: Anhänger und Spieler des Volleyball-Bundesligisten Evivo Düren waren nach Foto: gleichen?

Düren. Die Volleyballer des VC Gotha bestreiten am heutigen Samstag ihr 50. Bundesligaspiel. Dieses Jubiläum werden sie feiern. Und mit einem Sieg wollen sie es krönen. Wenn die Mannschaft aus Thüringen gewinnt, startet sie als Tabellensiebter in die Play-off-Runde.

Der Gegner will den Hausherren diesen Gefallen nicht tun. Denn wenn der Gast, der Tabellenachte, verliert, ist er eventuell raus aus dem Geschäft, dann, wenn der CV Mitteldeutschland gegen den VfB Friedrichshafen gewinnen sollte. Der Name des Gastes: Evivo Düren.

„Wir setzen alles daran, nicht auf die Schützenhilfe der Friedrichshafener angewiesen zu sein”, lautet der Tenor im Dürener Lager. Trainer Söhnke Hinz sieht durchaus Chancen, dass seine Mannschaft den VfB-Bezwinger - Gotha gelang ein 3:2 gegen die Formation von Stelian Moculescu - besiegen kann. Dürens Coach spricht davon, dass seine Spieler sehr konzentriert und sehr komplex trainiert haben und dass sich jeder mit ganzem Einsatz auf dieses wichtige Spiel vorbereitet hat. Bis auf Tim Elsner sind alle Evivo-Volleyballer einsatzbereit, Annahmespezialist Joe Deimeke kann auch wieder angreifen. Hinz stehen damit elf Akteure zur Verfügung, die die zwei Punkte einfahren sollen.

Doch wie soll der Sieg gelingen? Im Hinspiel dominierte Düren zu Beginn mehr als eindeutig, führte im ersten Satz 17:10, um dann doch noch diesen und die beiden folgenden zu verlieren. „Wir müssen sie zwingen, langsamer zu spielen”, nennt Hinz eine Voraussetzung. Gothas Zuspieler soll gezwungen werden, mit hohen Bällen seine Angreifer zu füttern: „Bei schnellen Angriffen über die Außen sind sie gefährlich”, weiß Hinz. Bis zur 17:10-Führung im Hinspiel hatte Düren mit konstant guten Aufschlägen Gothas Annahme gezwungen, die Bälle nicht punktgenau und eben schnell auf den Zuspieler bringen zu können. Den Rest erledigten Evivos Block und Feldabwehr. Doch dann ging diese Dominanz verloren, und Gotha setzte sich 3:0 durch.

Nun soll Düren die Phase bis zur 17:10-Führung konstant bei den Thüringern durchziehen: „Wenn wir die Leistung, die wir auch in Königs Wusterhausen gezeigt haben, wiederholen, dann können wir gewinnen. Bei den Netzhoppers haben wir die Aufgabe sehr souverän gelöst”, hofft der Trainer auf eine Wiederholung auf eben diesem hohen Niveau.

Auf eine Wiederholung anderer Art möchte der VC Gotha dagegen gerne verzichten: In der vergangenen Saison verpasste er die Play-off-Runde. Gegenüber Rottenburg fehlte den Ostdeutschen nur ein Satz, um sich für die Runde der acht besten Teams zu qualifizieren. „Das wird uns nicht wieder passieren”, sagte Außenangreifer Marcel Hermann gegenüber der Ostthüringer Zeitung. Und sein Trainer Jörg Schulz, gerade 50 Jahre alt geworden, meinte: „Ich hoffe, die Fans werden uns großartig unterstützen und die Halle wird proppenvoll.” Eines ist beiden Trainern gemeinsam: Über die Spielstände in Spergau wollen sie sich nicht informieren lassen.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert