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Evivo Düren unterliegt 1:3 und scheidet aus

Von: Peter Leuchter und Franz Sistemich
Letzte Aktualisierung:
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Ein Punkt gegen den Halbfinalisten: Dürens Heriberto Quero konnte aber auch das Ausscheiden im Viertelfinale nicht verhindern. Foto: sis

Düren. „Steht auf, wenn ihr Dürener seid”, skandierten die Anhänger von Evivo Düren. Ihr Team hatte es am Mittwochabend im zweiten Satz bitter nötig.

Denn nachdem der erste Satz 22:25 verloren gegangen war, drohte auch Abschnitt 2 an die Volleyballer des SCC Berlin zu gehen - obwohl Evivo zwischenzeitlich 20:14 geführt hatte. Doch dann stand es plötzlich 22:22. Und die Fans spürten: Ihr Team braucht Unterstützung. Es half. Düren gewann 25:23.

Die Aufholjagd schien eröffnet. Doch nach 113 packenden Minuten hieß der 3:1 (25:22, 23:25, 25:20, 25:23), hatten die Bundeshauptstädter ihre Gastgeber niedergerungen und zogen nach dem 3:0 am Sonntag in eigener Halle in das Halbfinale ein.

In ihm treffen sie am Mittwoch auf den deutschen Rekordmeister VfB Friedrichshafen. Für Dürens Volleyballer ist dagegen die Saison nach drei Vizemeisterschaften wie schon im vergangenen Jahr mit dem Ausscheiden im Viertelfinale beendet.

„Berlin soll wieder eine Reise für uns wert sein”, unterstrich Dürens Außenangreifer Sven Dick vor der Partie den Siegeswillen seiner Mannschaft. Die lieferte den Charlottenburgern einen großen Kampf.

Aber es sollte sich im Endeffekt eine Ahnung von Dürens Sportlichem Leiter Goswin Caro bewahrheiten: „Der erste Satz kann eine Vorentscheidung bringen”, meinte das Dürener Volleyball-Urgestein.

Und der Mann behielt zum Leidwesen der 1700 Evivo-Fans und zur Freude des einzigen mitgereisten Anhängers des SCC Berlin Recht.

Obwohl die Hausherren den zweiten Satz nach 20:14-Führung und trotz zwischenzeitlichen 22:22-Ausgleichs noch 25:23 gewannen, behielten die Berliner clever die Oberhand.

Selbst die Meniskusverletzung ihres Diagonalangreifers Aleksandar Spirovski irritierte die Gäste nicht: „Die Verletzung hat ihnen mehr geholfen als uns, sie hat die Berliner enger zusammenrücken lassen”, zollte Dürens Zuspieler Ilja Wiederschein dem Gegner Respekt, der sich auch zu Nutze machte, dass Düren im vierten Satz bei eigener 6:2-Führung nach zwei sehr umstrittenen Schiedsrichterentscheidungen die Linie verlor, was der SCC eiskalt ausnutzte.

So konstatierte Berlins Coach Michael Warm nach dem vielumjubelten Sieg über den Fluch der Arena: „Wir haben verdient gewonnen. Marcus Böhme war überragend und Zuspieler Jaroslav Skach bekommt von mir eine Flasche Sekt.” Der hatte mit einem genialen Spielzug den 24. Punkt im vierten Satz vorbereitet.
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