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Evivo Düren soll nicht in Gefahr sein

Von: Guido Jansen
Letzte Aktualisierung:
Geschäfstführer Rüdiger Hei
Evivo-Geschäfstführer Rüdiger Hein.

Düren. Das Unwetter bläst Evivo Düren derzeit kräftig ins Gesicht in Form von anhaltendem, sportlichen Misserfolg. Trotzdem; landunter ist deswegen beim Volleyball-Bundesligisten nicht. Das haben Geschäftsführer Rüdiger Hein und Hauptsponsor Erich Peterhoff am Freitag in einem Gespräch erklärt.

„Wir haben keine Bedenken, dass hier alles zusammenbricht”, sagte Peterhoff. „Denn wir haben treue Sponsoren, die auch in der aktuellen Situation ein hohes Maß an Solidarität zeigen.” Daran würden auch die Probleme der möglicherweise wegfallenden Play-off-Prämien und die drohende Gefahr, dass die Beiträge zur Berufsgenossenschaft deutlich teurer werden könnten, nicht ändern. „Beides wäre äußerst bitter. Es würde uns aber nicht ins Grab bringen”, schilderte Hein.

Und deswegen könne trotz des fehlenden Erfolges keine Rede davon sein, dass Volleyball in Düren in irgendeiner Weise in Gefahr sei. Düren rangiert in der Tabelle derzeit auf einem enttäuschenden neunten Platz und läuft Gefahr, die Endrunde zu verpassen, wenn die letzten beiden Spiele der Normalrunde nicht gewonnen werden.

Unabhängig vom Saisonausgang soll es Konsequenzen geben. Hein und Peterhoff kündigten an, Mannschaft, Trainer und die eigenen Entscheidungen, die zum Zusammenstellen der aktuellen Mannschaft geführt haben, auf den Prüfstand zu stellen. „Die Zusammensetzung des Kaders war eine gemeinsame Arbeit, deswegen werden wir gemeinsam Kritik üben”, so Hein.

Diskussionen, ob die Mannschaft ohne die Verletzung und das daraus resultierende Karriereende von Stefan Hübner nicht so weit abgerutscht wäre, seien laut Peterhoff müßig. „Für uns ist es jetzt wichtig, dass wir die richtigen Schlussfolgerungen aus der aktuellen Situation ziehen.” Das Fazit beginnt mit einer Erkenntnis. „Wir sind mit der aktuellen Mannschaft ein Risiko eingegangen. Und das hat nicht funktioniert”, spielte Hein auf die bekannte Verletzungsanfälligkeit Hübners und die Tatsache an, dass die Mannschaft ansonsten vergleichsweise unerfahren sei.

„Wir werden daran arbeiten, dass künftig mehr Erfahrung auf dem Feld steht”, kündigte Hauptsponsor Peterhoff an. Wohin die Reise sportlich gehen soll, ist noch nicht genau definiert. „Die drei Top-Teams sind im Moment sehr weit weg. Wir müssen uns im Mittelfeld gut behaupten. Das ist ein reizvolles Ziel”, sagte Hein.
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