Düren - Evivo Düren besiegt Spitzenreiter Berlin 3:1

Evivo Düren besiegt Spitzenreiter Berlin 3:1

Von: Peter Leuchter und Franz Sistemich
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Kein Durchkommen gab es am Abend in dieser Szene für Berlins Diagonalangreifer Alexander Spirovski: Dürens Niklas Rademacher hielt perfekt seine Hände hin. Foto: Sistemich

Düren. 1800 Fans verwandelten die Arena Kreis Düren am Abend in ein karnevalistisches Freudenhaus. 1800 Fans, soweit sie Anhänger des Volleyball-Bundesligisten Evivo waren, erhofften sich auch ein siegreiches Freudenhaus. Denn immerhin waren die Spieler des SCC Berlin seit Jahren ein gern gesehener Gast in Düren. Seit 22.15 Uhr steht fest: Sie bleiben gern gesehene Gäste.

Denn nach einem Krimi behielt Evivo die Oberhand: 3:1 (22:25, 25:21, 25:23, 25:21) besiegten die Hausherren den Primus, stürzten ihn. Die Arena war nach 105 Minuten endgültig ein Tollhaus.

Die Partie war nichts für Fans mit schwachen Nerven, musste Evivo doch hartnäckigen Widerstand brechen, um den Spitzenreiter in die Knie zu zwingen. Dies zeigte sich schon im ersten Satz.

Nach 26 Minuten vollführte Berlins Coach Michael Warm Freudensprünge: Felix Fischer hatte den 25. Punkt ins Dürener Feld geschmettert. Der umkämpfte Satz hatte neben etlichen Aufgabenfehlern auf beiden Seiten auch spektakuläre Ballwechsel geliefert.

So glich Düren zum 1:1 aus, nachdem beide Teams mehrmals die Chance des Gegners zum Punkt abgewehrt hatten. In der Endphase profitierte der Gast von Böhmes Erstem-Tempo-Punkt und einem Block gegen Tim Elsner. Heriberto Quero glich zwar aus, doch als Elsner eine Aufgabe ins Netz schlug und ihm eine Annahme verunglückte, stand es 24:22 für den Gast. Fischer besorgte den Rest.

Unbeeindruckt zeigte sich aber Evivo. Zwar wogte die Begegnung bis zur 2. Technischen Auszeit im zweiten Satz hin und her, doch ließ sich Düren auch von zwei Fehlentscheidungen des 1. Schiedsrichters nicht beeindrucken. Dann schritt Ilja Wiederschein zur Tat.

Drei Flatteraufschläge führten zum 19:15. Und weil Berlins Annahme bei dieser Aufgabenart schwächelte, wechselte Dürens Coach Sven Anton Felix Isaak und Sebastian Kühner ein. Deren Flatteraufgaben sorgten ebenfalls für Durcheinander beim SCC. Und da auch Heriberto Quero nicht zu stoppen war, ging der Satz an den Gastgeber.

Düren wollte es nun endgültig wissen: Schnell legte das Team im dritten Satz drei bis vier Punkte vor, führte gar 16:11. Dann aber begann das Zittern. Dank einer Aufschlagserie des SCC und weil Evivo Angriffe im Netz abschloss oder im Berliner Block hängenblieb, stand es auf einmal 19:19.

Doch es war wieder Dürens bester Mann, Ilja Wiederschein, der mit seinen Sprungflatteraufschlägen die Wende zum zweiten Satzgewinn herbeiführte. Der Spitzenreiter wollte aber Spitze bleiben, wehrte sich. Aber Düren brach den Widerstand.

Der SCC gab sich auf, Ilja Wiederschein sorgte mit seiner linken Klebe für den Matchball, und Heriberto Quero verwandelte ihn. Der Rest war Jubel.
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