Evivo: Die Scharte von Halle auswetzen

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Düren. Die Fahrt nach Oberbayern begann locker: Die Volleyballer von Evivo Düren verkrochen sich in ihre Bussitze und genehmigten sich eine Mütze Schlaf, derweil drei Männer kräftig Skat kloppten: Trainer Sven Anton, sein Co Björn-Arne Alber und Evivo-Gesellschafter Helmut Schmitz packten das Kartenspiel aus. Das war Dienstag.

Am Mittwoch steht das erste Halbfinalspiel an. Ab 19.30 Uhr müssen sich die Volleyballer von der Rur vor den Toren Münchens mit dem Team auseinandersetzen, das sie in dieser Spielzeit bereits zweimal bezwungen haben. Allerdings haben sie gegen Generali Haching den bisher wichtigsten Kräftvergleich dieser Saison verloren: das Pokalfinale in Halle/Westfalen, das die Hachinger bereits jetzt als legendär bezeichnen. Doch diese Verlustpartie ist Schnee von gestern: „Wir führen schließlich 2:1 gegen die Oberbayern”, rechnet Sven Anton vor.

Der Dürener Trainer sieht - und so betrachtet auch sein Kontrahent Mihai Paduretu den neuerlichen Kräftevergleich - als eine 50:50-Angelegenheit. Doch sieht Sven Anton den Gegner in der Rolle des Favoriten: „Sie haben die Meisterschaft als Ziel ausgegeben. Also müssen sie gewinnen.”

Seine Jungs, sagt Sven Anton, können dagegen befreit aufspielen: „Wir haben unser Ziel doch erreicht: Wir stehen im Halbfinale.” Dass Evivo sein Saisonziel bereits erreicht hat, heißt nicht, dass Trainer und Mannschaft keinen Ehrgeiz mehr besitzen: „Man braucht den Jungs nicht zu sagen, die wollen die Scharte von Halle schon auswetzen”, ist der Sportliche Leiter Goswin Caro überzeugt. Und Rüdiger Hein, der Geschäftsführer, freut sich: „Die Festspielwochen gegen Haching dauern an. Wir gehen dank der schwierigeren Spiele gegen Königs Wusterhausen mental gestärkt in die Partie gegen Haching, das vergleichsweise leicht in die nächste Runde gekommen ist.”

Und für Trainer Sven Anton ist klar: „Wir wollen zwei Heimspiele gegen Haching haben.”

Evivo Düren muss bekanntlich auf Alex Mayer, Rene Reinaerts und Ilja Wiederschein verzichten. Letzterer wurde vergangene Woche am Knie operiert, dürfte aber in dieser Saison nicht mehr zum Einsatz kommen. „Macht nichts”, sagen sinngemäß Hein und Caro,habe Sebastian Kühner doch gegen KW seine Sache sehr gut gemacht.

Hachings Stärken sind das variable Zuspiel von Patrick Steuerwald und die effektive Blockarbeit der Hünen Dewes und Max Günthör, die auch im Angriff für manchen Punkt gut sein können. Also gilt für die Rheinländer: Mit ihrem Aufschlagspiel müssen sie die Hachinger Annahme so unter Druck setzen, dass Steuerwald mehr laufen als vernünftig passen kann.

Wieder mit Michael Olieman als Diagonalangreifer und Christian Dünnes als Außenangreifer wird Anton sein Team beginnen lassen.
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