Düren - Evivo auf Augenhöhe, aber nicht konstant genug

Evivo auf Augenhöhe, aber nicht konstant genug

Von: Guido Jansen
Letzte Aktualisierung:
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Starker Block, trotzdem verloren: Jaromir Zachrich (v.l.) und Nikolai Kracht bremsen Aleksandar Spirovski.

Düren. Die ganze Saison in einem Spiel - das hat der Volleyball-Bundesligist Evivo Düren am Mittwochabend geboten. Die Mannschaft kann ein Spitzenteam wie den SCC Berlin im Prinzip schlagen. Aber es reichte dann doch nur, um einen der Großen ins Wanken zu bringen. Zu mehr nicht.

23:25, 25:22, 16:25, 28:26 und 12:15 verlor Düren einen Krimi über zweieinhalb Stunden gegen den Dauerrivalen aus der Hauptstadt. Die Mannschaft von der Rur kämpfte mit großer Leidenschaft, brachte sich mit zu vielen Fehlern aber um den Lohn. Trotzdem wurde sie von den 1400 Zuschauern in der Arena Kreis Düren mit stehenden Ovationen verabschiedet.

Da hatte es die Mannschaft Trainer Sven Anton geschafft, nach dem frustrierenden Verlust des ersten Satzes zurückzukommen. Sie konnte wegstecken, dass der Kubaner Salvador Hidalgo sie mit einem Aufschlaggeschoss nach dem anderen eindeckte und so auch Durchgang eins entschied. 25:22 gewann Evivo anschließend Dank eines tollen Block von Nikolai Kracht. Im Rausch der Gefühle verlor die Mannschaft aber dann die Konzentration. Und das markiert den großen Unterschied. Düren ist deutlich unerfahrener als ein Team wie der SCC.

Und so kamen die Hauptstädter genau so konzentriert auf das Feld zurück wie in den zwei Sätzen zuvor. Evivo schaffte das nicht, sondern verlor für einige Minuten den Anschluss. Düren kam aber zurück. Zwar produzierte die Mannschaft nach wie vor leichte Fehler. Die bügelte sie aber mit großer Leidenschaft wieder aus.

Die 1400 Zuschauer standen Kopf, als Felix Isaak nach 17:19-Rückstand zum 20:20 blockte. Es folgten zehn kribbelige Minuten, die Christian Dünnes auf dem Höhepunkt mit einem Angriff zum 28:26 beendete. Leiden und Leidenschaft auf hohem Niveau gingen weiter. Beim 3:3 machte Berlin im Tiebreak den ersten Punkt aus eigener Kraft. Der Rest resultierte aus vergebenen Dürener Chancen, die sich Evivo mühsam erarbeitet hatte.

Das setzte sich fort. Düren kämpfte großartig und vergab die Chancen anschließend nervös. So führte Berlin schon wieder 8:6 - und durfte jubeln, als sie einen vorentscheidenden Punkt aus eigener Kraft markieren konnten. Der 21-jährige Ricardo Galandi blockte Christian Dünnes zum 10:7. Einer der wenigen selbst erarbeiteten Punkte der Hauptstädter von einem der wenigen jungen Spieler im Team sorgte für die Vorentscheidung. Am Ende entschied der SCC den Schlusssatz mit 15:12 für sich.
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