Evivo: Aggressiv spielen und dabei Spaß haben

Von: jan
Letzte Aktualisierung:
sport-evivo13_bu
Soll entlastet werden: Evivo-Angreifer Christian Dünnes. Bislang liegt zu viel Verantwortung allein auf dem Spieler. Foto: Guido Jansen

Düren. Vor den Volleyballern von Evivo Düren liegt ein schwerer Gang. Der führt tief ins Schwabenland. In Tübingen duelliert sich die Mannschaft von Trainer Sven Anton morgen ab 18 Uhr mit dem TV Rottenburg.

Die Halle mit der gewöhnungsbedürftigen Farbgebung ist eine Festung. Regelmäßig begrüßen die Rottenburger über 2000 Zuschauer. Diese Euphorie hat die Mannschaft des emotionalen Trainers Hans Peter Müller-Angstenberger weit nach oben katapultiert. Der TVR hat sich auf Platz fünf etabliert.

„Wir müssen aggressiv spielen und Spaß haben. Sonst können wir dort nicht gewinnen”, gibt Sven Anton die Marschrichtung für das schwere Vorhaben vor. Oder anders gesagt: Evivo muss nach der bitteren Niederlage im Pokalfinale, nach der sich die Stimmung zunächst auf der Null-Linie befunden hat, zeigen, dass wieder Leben in der Truppe steckt.

„Es wird von Tag zu Tag besser”, sagt der Trainer. Ob es reichen wird, bleibt abzuwarten. „Es muss”, merkt Anton mit einer gehörigen Portion Zweckoptimismus an.

Es kann eng werden

Dass das Spiel gegen Rottenburg eng werden kann, wurde Anfang Januar deutlich. Damals standen sich beide Teams zum Ende der Hinrunde gegenüber. Zwei Sätze lang hatte Evivo sehr große Mühe mit dem Überraschungsteam der Liga.

„Zu Hause spielen sie noch viel besser”, deutet Anton an, wie hoch die Hürde morgen sein wird. Sportlich kommt es auf zwei Dinge an. Zum einen muss die Annahme besser funktionieren als im Pokalfinale. Da war es Gegner Generali Haching gelungen, das Dürener Team mit starken Aufschlägen aus den Angeln zu heben.

„Die Jungs sollen einfach spielen”, sagt der Trainer in Richtung Jan Umlauft und Nikolai Kracht. Beide hatten mit dem Hachinger Dauerbeschuss schwer zu kämpfen. Anton sieht durachaus gute Chancen, auf dem heißen Pflaster im Schwabenland zu bestehen. „Rottenburg ist eine sehr gute Mannschaft. Aber das Kaliber von Haching haben sie nicht.”

Ziel Nummer zwei: Christian Dünnes soll im Angriff entlastet werden. Deswegen wurden im Training zuletzt andere Angriffsmöglichkeiten gefestigt. Dass der 2,07 Meter-Riese, der auch im Pokalfinale konstant stark gespielt hat, weiter die Hauptlast tragen muss, ist trotzdem absehbar.

Mittelfristig kommt im Dürener Spiel noch ein Ziel dazu. Anton will dem Gegner ein anderes Bild bieten, wenn der Angriff nicht mehr so funktioniert wie in den Sätzen drei und vier im Pokalfinale. Dieses Bild beinhaltet den Niederländer Michael Olieman.

Der ist noch nicht fit, trainiert aber mittlerweile mit annähernd voller Belastung. „Hoffentlich geht es jetzt schnell bei ihm”, merkt der Trainer an. Olieman kann wichtig werden. Dazu muss er zu alter Form im Angriff finden. Die befindet sich auf europäischem Spitzenniveau.

Wenn der Linkshänder fit ist, dann könnte Dünnes von der Diagonalposition in die Annahme wechseln. Der Effekt: Die wacklige Annahme wäre zwar nach wie vor nicht behoben. Aber Düren hätte zwei große, durchschlagkräftige Angreifer auf dem Feld.

Das ist derzeit nicht der Fall, wenn Kapitän Jan Umlauft von den gegnerischen Aufschlägen so gebunden wird, dass er nicht angreifen kann. „Wir hoffen, dass wir die Alternative mit Michael bekommen werden”, sagt Sven Anton. Ob der Niederländer morgen schon über längere Zeit spielen kann, ist jedoch fraglich.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert