Es glimmt nur ein Fünkchen

Von: Max Eckstein
Letzte Aktualisierung:
Nicht zufrieden mit sich und d
Nicht zufrieden mit sich und der Leistung des Teams: Alemannia Aachens Beste - Kapitänin Karolina Bednarova. Foto: Wolfgang Birkenstock

Aachen. Bekanntlich stirbt die Hoffnung ja zuletzt. Die große Flamme, durch glänzende Ergebnisse (zum Beispiel 3:0 in Hamburg) von Alemannia Aachens Bundesliga-Volleyballerinnen entfacht, glimmt mittlerweile nur noch als Fünkchen.

Der Grund dafür ist weit weniger ein „programmgemäßes” Resultat wie das 1:3 (20:25, 18:25, 25:21, 15:25) gegen Titelfavorit Dresdner SC als die „Peinlichkeit” eines 0:3 gegen Bayer Leverkusen. Angesichts von fünf aufeinander folgenden Niederlagen, unter denen die 1:3- Schlappe bei Konkurrent Köpenicker SC besonders schwer wiegt, ist der Rückstand auf den begehrten achten Platz angewachsen.

Dresden mit „der zweiten Sechs”

„Wir haben mit einer Aufstellung gespielt, die in dieser Zusammensetzung noch nie am Netz stand”, freute sich DSC-Coach Alexander Waibl über den Sieg, den seine „zweite Sechs” eingefahren hatte. Zu diesem Schritt hatte er sich mit Blick auf die Doppelbelastung aus Bundesliga und Champions League entschlossen.

„Die Stimmung in dieser Halle gibt es sonst nirgendwo in Deutschland, und das obwohl wir als Gäste die Punkte abgegriffen haben - super!” Und Dresdens Kerstin Tzscherlich ging ins Detail. „Wir wussten, dass Aachen gut aufschlagen kann. Und damit hatten wir phasenweise ein paar Probleme”, gab Deutschlands beste Libera zu. „Da die Gastgeberinnen ebenfalls die Schwäche in der Annahme offenbarten und wir uns letztlich in dieser Hinsicht gesteigert haben, war der Sieg letztlich verdient.”

Die 754 Zuschauer - darunter Ex-Alemannin Esther Stahl und Triathlet Markus Ganser - sahen im ersten Satz eine 6:3-Führung der Alemannia, die dann mit 6.9 ins Hintertreffen geriet und sich davon nicht mehr erholte. Ein Aufschlag ins Aus beendete diesen Durchgang, was im zweiten mit einem jenseits der Spielfeldlinie „gelandeten” Angriffsball wiederholt wurde. Zuvor war Aachen lediglich beim 4:3 im Vorteil gewesen. Über 4:7, 8:13 und 13:19 ging es dann dem 0:2 entgegen.

Dass es ihnen keineswegs an der Einstellung mangelt, bewiesen die Schützlinge von Stefan Falter im dritten Abschnitt. Gerade mal bei zwei Zwischenständen (11:12 und 12:13) wies die Anzeigetafel Dresden als Führenden aus. Mit einem Block von Anke Borowikow wurde der Sack zugemacht. Das wars aber auch mit der Aachener Herrlichkeit. Aus dem 1:0 wurde ein 1:3, woraufhin sich die Sächsinnen kontinuierlich absetzten und nach einem Netzaufschlag den Sieg feiern durften.

„Wir hätten mehr tun können und müssen”, nahm Kapitänin Karolina Bednarova, von Dresdens Trainer als wertvollste Alemannin ausgemacht, kein Blatt vor den Mund. „In der Annahme gab es diverse Probleme, vor allem im ersten und zweiten Satz. Da half uns auch die gute Blockarbeit nichts.

Dass die Gäste auf einige Stammspielerinnen verzichtet hatten, war kein Thema für uns. Wir beschäftigen uns ausschließlich mit uns selbst!” Mit dieser „Berufsauffassung” und einer zusätzlichen Einheit in Sachen Techniktraining soll es ab dem kommenden Wochenende wieder aufwärts gehen - beim Schweriner SC.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert