Entscheidende Wochen für die „Ladies in Black“

Von: rom
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Wieder zurück im Team: Aachens Außenangreiferin Nika Daalderop. Foto: Wolfgang Birkenstock

Aachen. Am Freitagnachmittag ging es für den Tross der „Ladies in Black“ Aachen auf die 450 Kilometer lange Busreise Richtung Erfurt – dem Schneechaos hinterher. Doch die Stimmung an Bord war nach dem phasenweise überzeugenden Auftritt gegen den VC Wiesbaden alles andere als gedrückt.

„Dass wir in dieser Begegnung etwas Zählbares geholt haben, war ganz wichtig für die Moral“, sagt auch Aachens Trainerin Saskia van Hintum vor dem Auftritt am Samstag um 18 Uhr beim Aufsteiger aus Thüringen.

Überzeugend war neben der Qualität und der Sicherheit in den Aufschlägen vor allem, wie gering die Quote der Eigenfehler ausfiel. Keine einzige „Fahrkarte“ bei den durchaus druckvollen Aufschlägen im ersten Satz, was die Wiesbadener Annahmespielerinnen vor Probleme stellte. „Und wichtig war zudem, dass wir zwar einige Male in Rückstand gelegen und trotzdem die Sätze noch gewonnen haben“, war die 46-Jährige auch mit der kämpferischen Einstellung ihrer Spielerinnen in dieser Partie zufrieden.

Zumal auch der Zeitpunkt nicht ungünstig „gewählt“ war, in die Erfolgsspur zu kommen: „Jetzt kommen die Begegnungen, in denen wir Punkte holen müssen“, blickt van Hintum auf die anstehenden Begegnungen beim Tabellenelften Erfurt und den folgenden Doppelspieltag gegen den -zehnten Suhl und nur einen Tag später gegen Schlusslicht VCO Berlin.

Unterschätzen will die Niederländerin die Aufgabe in der thüringischen Hauptstadt aber auf keinen Fall, zumal die Erfurterinnen die Hälfte ihrer bislang sechs Punkte gleich zum Saisonauftakt in Aachen geholt haben. „Erfurt muss dringend punkten und wird auch gegen uns alles in die Waagschale werfen“, schätzt van Hintum ein. „Aber wenn wir es schaffen, unsere Leistung zu bringen und die Fehlerquote klein zu halten, haben wir gute Chancen, als Sieger vom Platz zu gehen.“

Zumal sich die Voraussetzungen zum Hinspiel klar verändert haben. Nika Daalderop, die nach ihrer Länderspielreise mit der niederländischen Junioren-Nationalmannschaft zu den „Ladies“ zurückgekehrt ist, spielt mittlerweile wesentlich souveräner in der Annahme und wird in der Statistik unter den Top-Angreiferinnen der Liga geführt. Zudem war zu Saisonbeginn McKenzie Adams noch nicht spielberechtigt. Mittlerweile rangiert die US-Amerikanerin auf Platz 4 der Annahmespielerinnen in der VBL.

Darüberhinaus hat das Zuspiel bei den „Ladies“ durch Femke Stoltenborg eine neue Qualität bekommen. Die 25-Jährige stellte mit ihren überraschenden Zuspielen die Wiesbadener Feldabwehr ein ums andere Mal blank, die Überkopf-Zuspiele auf die Mittelblockerinnen Anna Kalinovskaya und Jeanine Stoeten lassen beim gegnerischen Block keine Langeweile aufkommen. „Wir können jetzt ein wesentlich variableres Spielkonzept durchziehen“, sieht auch van Hintum mehr Möglichkeiten für ein effektives Angriffsspiel ihrer Mannschaft.

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