Düren - Dünnes gewinnt das Duell der Hauptangreifer

Dünnes gewinnt das Duell der Hauptangreifer

Von: Jörg Abels und Franz Sistemich
Letzte Aktualisierung:
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Keine Chance: Gegen den starken Evivo-Block kam der Ex-Dürener Heriberto Quero im Trikot des TV Bühl kaum zur Entfaltung. Foto: Sistemich

Düren. Das Duell der Diagonalangreifer war eine deutliche Angelegenheit: Christian Dünnes wies Heriberto Quero in die Schranken. Wie Evivo beim 3:0 über den Aufsteiger TV Bühl triumphierte, so entschied Dürens Neuzugang den Vergleich der beiden sprunggewaltigen Hauptangreifer eindeutig für sich.

Während der Hausherr 13 Pluspunkte (Differenz zwischen erfolgreichen und misslungenen Angriffen) verbuchte, kam der Venezolaner, der bis zur vergangenen Saison ja noch in Evivos Diensten stand, nur auf einen Pluspunkt.

Während es den Anschein hatte, als spiele Quero wie ihn einigen Partien der Saison 08/09 irgendwie uninspiriert, so setzte Dünnes gleich in der Anfangsphase des Spiels des Tabellendritten gegen die Nummer 7 der Liga die Akzente: Fünf der ersten zehn Punkte gingen auf das Konto des 2,07 Meter langen Düreners.

„Heriberto ist halt auf hohe Bälle angewiesen und damit leicht für unseren Block zu pflücken”, erklärte Evivo-Coach Sven Anton das Erfolgsrezept, das von einer guten Feldabwehr begleitet wurde.

Die ersten beiden Sätze hatte Evivo den Aufsteiger vor nur 700 Zuschauern nahezu nach Belieben im Griff. Es schien fast so, als sei der TV Bühl in dem Bewusstsein angereist, in der Arena ohnehin keinen Blumentopf gewinnen zu können.

Doch im dritten Satz profitierte der Aufsteiger davon, dass dem einen oder anderen Dürener angesichts der Strapazen der letzten Wochen doch die Beine ein wenig schwer wurden. „Ich hätte gerne noch gewechselt”, wollte Anton vor allem seinem zweiten Zuspieler Sebastian Kühner vor dem Spiel am Samstag beim Rekordmeister VfB Friedrichshafen noch zu ein wenig Spielpraxis verhelfen.

Doch weil der Durchgang umkämpft blieb, vertraute er bis zum Matchball seiner aus der Not geborenen Startformation - Anton standen nur neun einsatzfähige Spieler zur Verfügung.

Unterm Strich stand nach 66 Minuten reiner Spielzeit ein ungefährdeter Evivo-Sieg zu Buche. „Wir haben unsere Pflichtaufgabe erfüllt, jetzt können wir bei den Häflern locker aufspielen”, erklärte Evivo-Libero Fabian Kohl.

„Wir wollen zeigen, dass der Sieg gegen den VfB im Pokal keine Eintagsfliege war, Spaß haben und ohne den Druck gewinnen zu müssen, guten Volleyball zeigen”, betonte Anton, wohl wissend, dass sich seine personellen Alternativen auch am Samstag in Grenzen halten werden.

Zwar kehrt Felix Isaak nach seinem Praktikum zurück, konnte aber die ganz Woche nicht trainieren, so dass sich das Team auch am Bodensee von alleine aufstellen wird. „Aber da müssen wir jetzt durch”, will Anton das Verletzungspech ebenso wenig bereits im Vorfeld als Ausrede gelten lassen wie die in Vollerballerkreisen nicht gerade geliebten Lichtverhältnisse in der VfB-Arena. „Das indirekte Licht ist sicher ein Vorteil für den VfB, aber es spielt für uns keine Rolle”, betont Dürens Coach. „Es ist kein Thema.”

„Natürlich wollen wir jedes Spiel gewinnen, aber wir haben keinen Druck gewinnen zu müssen, deshalb können beim VfB frei aufspielen”, erklärt auch Artur Augustyn. Und er weiß: Auch eine Niederlage wäre kein Beinbruch: „Wir können sehr zufrieden mit dem sein, was wir bislang erreicht haben. Das ist auch ein Verdienst unseres Zuspielers Ilja Wiederschein, der selbst nach schlechteren Annahmen die Angreifer noch gut in Position bringen kann.”
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