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Die „Ladies“ verlieren das Match beinahe im Angriff

Von: zva
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Aachen. Einen Punkt verloren oder zwei Punkte gewonnen? Im Lager der „Ladies in Black“ Aachen gab es nach dem mühsamen 3:2-Sieg (23:25, 25:23, 20:25, 25:23, 15:10) in der Volleyball-Bundesliga über den Köpenicker SC keine zwei unterschiedlichen Meinungen.

„Wir waren nur eine Minute davor, die gesamte Begegnung zu verlieren“, bewertet Trainer Marek Rojko das Match gegen die verletzungsbedingt ersatzgeschwächten Köpenickerinnen. „Mit den beiden Punkten nach dem Sieg im Tiebreak können wir mehr als zufrieden sein.“ Und auch seine Kapitänin Karolina Bednarova pflichtet ihm bei: „Wir hatten ja erwartet, dass Köpenick stark in den Aufschlägen ist, aber die Berlinerinnen haben auch abgewehrt wie die Göttinnen. Wir hatten Probleme, die Angriffsbälle auf den Boden zu bekommen.“

Und dass die 27-Jährige mit ihrer Einschätzung richtig liegt, zeigt ihre eigene Statistik: Die 35 Angriffsversuche von Bednarova wurden nur neun Mal mit Punkten gekrönt. „Wir haben das Match im Angriff beinahe verloren“, war auch der Trainer mit der Ausbeute der Mannschaft nicht zufrieden.“

Dabei waren die Gäste aus Aachen fast durchgängig das stärkere Team, lagen in fast allen Durchgängen mit Ausnahme des dritten Satzes kurz vor Schluss vorn, im Anfangssatz zur zweiten Technischen Auszeit sogar mit vier Punkten. Doch das Team aus Köpenick gab keinen Ball verloren und entschied den ersten Durchgang noch zu seinen Gunsten, führte nach 80 Minuten mit 2:1 Sätzen.

Dramatisch wurde es dann im vierten Satz, als die „Ladies in Black“ fast schon ohne zählbare Ausbeute die Heimreise antreten konnten, sich aber im letzten Moment auf ihre kämpferischen Qualitäten und den Zusammenhalt in der Mannschaft besannen: Köpenick lag mit 23:21 vorn, als zwei Asse und zwei gelungene Blocks doch noch den Satz zugunsten der Aachenerinnen entschieden. Mit dem entsprechenden Rückenwind funktionierten dann im Tiebreak nun auch die Angriffsschläge effektiver, die Aachenerinnen setzten sich klar mit 15:10 durch.

Am Sonntag war dann für das Team, das um sechs Uhr morgens wieder in Aachen eintraf, trainingsfrei, ab dem heutigen Montag läuft die Vorbereitung auf das Heimspiel am Mittwoch (19 Uhr) gegen Aurubis Hamburg. „Viele hatten uns vor dem Spiel gegen Köpenick zum klaren Favoriten erklärt, aber wir müssen bei jeder Partie die Konzentration halten“, erklärte ein mit der Ausbeute von acht Punkten aus fünf Spielen durchaus zufriedener Aachener Trainer. „Wichtig war, dass wir uns erneut auf den gesamten Kader verlassen konnten. Jede Spielerin hat ihren Teil zum Sieg beigetragen.“

Nun gilt es, bis Mittwoch wieder den Kampfgeist und die nötige Energie zu wecken, also die Qualitäten, die die „Ladies in Black“ zu einem ernstzunehmenden Gegner für die meisten Mannschaften der Liga gemacht: „Ich habe meinen Spielerinnen bereits in der Vorbereitung auf die Saison erklärt, dass wir vielleicht nicht die Mannschaft mit dem stärksten Angriff sein werden, aber auf jeden Fall eine kämpferische, die den anderen Teams alles abverlangen wird.“

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