Die Hammer-Aufschläge der Anika Brinkmann...

Von: Max Eckstein
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Mit zwei Serien ihrer fulminanten Sprungaufschläge eine Garantin für den Gewinn der Sätze 1 und 3: Anika Brinkmann. Foto: Wolfgang Birkenstock

Aachen. Sie hatten keine Chance, aber die haben die Bundesliga-Volleyballerinnen von Alemannia Aachen - beinahe - voll genutzt. Dass dann aber vor 750 begeisterten Fans doch eine 2:3 (25:20, 21:25, 25:13, 20:25, 6:15)-Niederlage gegen das VT Aurubis Hamburg, den Tabellensiebten, verbucht werden musste, war absolut unglücklich. Der Fußball-Freak würde sagen: Ein Remis wäre gerechter gewesen.

So überwog nicht nur bei Trainer Stefan Falter die Enttäuschung, obwohl auch er voll des Lobes für seine Mannschaft war. „Selbst bei einem solchen Ergebnis muss man das Positive sehen”, fand der 44-Jährige klare Worte. „Ich lade jeden herzlich ein, sich anzusehen, was für ein Pensum die Mädels trainieren. Und sie sind nach wie vor mit Begeisterung bei der Sache. Und daran wird auch diese Niederlage überhaupt nichts ändern.”

Trotz allem hatte die homogene Einheit das geboten, was als Marschroute ausgegeben worden war. Im Grunde gab es wirkliche (Annahme-)Schwachpunkte nur bei Rita Liliom - von Hamburgs Coach Helmut von Soosten (Zitat: „Die Alemannia hat vor einem grandiosen Publikum ein tolles Spiel gezeigt”) überraschend zur besten Aachenerin gekürt. Mit druckvollen Aufschlägen wurde der selbst ernannte Titelaspirant eingedeckt. Vier davon nutzte die überragende Anika Brinkmann, um den bis zum 20:20 völlig offenen ersten Satz zu sichern, obwohl „nur” bei 40 Prozent der Angaben eigene Punkte resultierten.

Bei lediglich knapp mehr als einem Viertel lag diese Quote im zweiten Abschnitt, als man beim 13:12 letztmals vorne lag, danach zwar kämpfte, die Wende aber nicht mehr schaffte. Abschnitt Nummer 3 verlief bis zum 12:11 ausgeglichen, als Anika Brinkmann zu ihrem zweiten ganz großen Auftritt ansetzte. Sieben Aufschläge insgesamt brachten gut 70 Prozent Punkte - legten die Basis zu einem vorentscheidenden 20:11.

Und im vierten Satz schien es munter so weiter zu gehen, als die Alemannia mit 8:2 führte. Über 8:8 meldete sich Hamburg zurück und geriet nur noch ein Mal in Rückstand. „Es ist einfach nur schade, dass eine solche Phase ein ganzes Spiel kippt”, bedauerte Stefan Falter. Im abschließenden Tiebreak gelang den Gastgeberinnen der erste Punkt, dann jedoch keine Führung mehr.

„Wir haben alle taktischen Vorgaben umgesetzt und können stolz auf diese Leistung sein. Leider fehlt es uns an Konstanz”, bilanzierte Anika Brinkmann. „Dabei hatten wir so hart trainiert, dass die Beine schmerzten und wir kaum noch laufen konnten. Wenn es so ausgesehen haben sollte, dass letztlich Angst vor der eigenen Courage zur Niederlage geführt hat, muss ich widersprechen. Im Spiel konzentrieren wir uns immer auf die nächste Situation und blenden alles andere aus.” Weniger auskunftsfreudig war die 23-Jährige auf die Frage, ob sie ihrer Ansicht nach das beste Spiel im Alemannia-Trikot geboten habe. „Das müssen andere entscheiden”, meint sie, fügte aber hinzu: „Ich denke, es war eine meiner besten Partien.”

Aachen: Maurer, Hindriksen, Brinkmann, Poll, Speer, Preiß, Liliom; eingewechselt: Stahl, Feldmann
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