Friedrichshafen/Düren - „Die Chancen stehen 50:50”

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„Die Chancen stehen 50:50”

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Grund zum Jubeln, wie hier beim 3:2 im Pokalfinale 2008, hatte VfB-Kapitän Joao José gegen Düren nicht immer. Gleich vier Mal haben die VfB-Mannen in den Jahren 2006 und 2007 in Düren verloren. Foto: Guido Jansen

Friedrichshafen/Düren. Joao José hat mit den Volleyballern des VfB Friedrichshafen alles gewonnen, was es zu gewinnen gibt. Meisterschaften, Pokalsiege - sogar die Champions League. Vor 2007 wurde er zu Portugals Sportler des Jahres gewählt. Gemeinsam mit einem Fußballer namens Christiano Ronaldo.

Der 31-Jährige ist aber auch der einzige Spieler im Kader des VfB, der auf dem Feld gestanden hat, als seine Mannschaft 2006 und 2007 vier Mal in Folge in Düren verloren hat. Vor dem Pokal-Halbfinale zwischen Evivo Düren und Friedrichshafen (30. Dezember um 19.30 Uhr in der Arena Kreis Düren) hat Guido Jansen mit dem Kapitän des VfB gesprochen.

Was war Ihr erster Gedanke, als Sie von dem Pokal-Los erfahren haben?

Joao José: Dass es ein schweres Spiel werden wird. Düren hat sich recht gut entwickelt. Vor allem zu Hause sind sie stark. So ist das nun mal bei Auslosungen: Mal erwischst du ein einfacheres Los, mal ein schwereres.

Spielen Sie gerne in Düren?

José: Oh ja. Die Atmosphäre dort ist ist sehr schön. Genau wie die Halle.

Vor zwei, beziehungsweise drei Jahren gab es für den VfB in Düren Niederlagen in Serie. Schwirren diese Spiele noch durch Ihren Kopf?

José: Natürlich, sie sind das erste, das mir in den Sinn kommt, wenn ich an Düren denke. Das trage ich im Hinterkopf immer mit als eine Art Warnung. Das ist eine sehr wirksame Warnung.

Die Dürener Mannschaft hat sich stark verändert. Heriberto Quero, der Top-Angreifer, mit dem Sie sich viele packende Duelle geliefert haben, ist nicht mehr dabei. Was denken Sie von der neuen Dürener Mannschaft?

José: Ich finde es schwierig, Mannschaften miteinander zu vergleichen, wenn man dieser Gruppe nicht angehört. Wir haben in dieser Saison schon einmal in Düren gespielt. Da konnten wir 3:1 gewinnen. Da habe ich gedacht: Diese Mannschaft hat viel Potenzial. Sie braucht nur noch etwas Zeit. Die hat sie gehabt. Außerdem macht es ganz den Eindruck, als hätten die neuen Spieler neue Motivation in die Mannschaft gebracht. Deswegen wird das jetzt ein sehr interessantes Spiel werden.

3000 begeisterte Menschen, die Düren anfeuern; so war es, als der VfB in Düren verloren hat. Wünschen Sie sich eine solche Atmosphäre wieder?

José: Es macht keinen großen Unterschied, ob man zu Hause oder auswärts spielt, wenn die Stimmung in der Halle gut ist. Damals in den Duellen mit Düren war es großartig.

Darüber, dass Ihre Mannschaft Favorit ist, müssen wir nicht diskutieren?!

José: Ich weiß nicht so recht. Das ist ein Spiel. Verlierst du, dann bist du raus. Düren hat eine sehr gute Mannschaft und sie spielen zu Hause. Die Chancen stehen 50:50.

Ist das nicht tief gestapelt? Schließlich haben Sie sogar in der Champions League bisher alles gewonnen.

José: Auf dem Papier sind wir vielleicht der Favorit. Aber ich bin Realist. Im Moment spielen wir gut. Aber es ist nicht gesagt, dass das immer funktioniert. Ich denke da an das Pokalfinale 2008. Das konnten wir nur knapp mit 3:2 gegen Düren gewinnen. Das ist noch so eine warnende Erinnerung, wenn ich an Düren denke.

Seit 2004 spielen Sie in Friedrichshafen und haben seit dem Titel am laufenden Band gewonnen. Woher kommt dieser Hunger nach Erfolg?

José: Das liegt an vielen Dingen. Trainer und Management sind sehr ehrgeizig. Und sie stellen immer wieder eine Gruppe zusammen, die unbedingt gewinnen will. Ich mag verlieren überhaupt nicht. Da spielt es auch keine Rolle, ob ich vorher 20 Mal in Folge gewonnen habe. Bei uns haben alle diese Mentalität.
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