Die Ära Anton endet nach zwölf Jahren

Von: Jörg Abels
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Evivo im Umbruch: Routinier Ilja Wiederschein (Nr. 13) hing bereits in der Rückrunde sein Trikot an den Nagel, Hauptangreifer Christian Dünnes (l.) wechselt im Sommer zu Generali Haching und nun sind auch die Tage von Trainer Sven Anton an der Außenlinie gezählt. Foto: Abels

Düren. Die Nachricht schlug ein wie ein Blitz aus heiterem Himmel: Evivo Düren trennt sich zum Saisonende nach dreijähriger Zusammenarbeit von Trainer Sven Anton. Die Verantwortlichen haben entschieden, die Option zur Verlängerung des Vertrages nicht zu ziehen.

„Wir haben Sven Anton viel zu verdanken”, betonte Evivo-Geschäftsführer Rüdiger Hein, dass weder sportliche Gründe noch die Unzufriedenheit mit der derzeitigen Tabellensituation den Ausschlag gegeben hätten. Diese sei einzig und allein den vielen personellen Problemen geschuldet. „Dafür ist der Trainer mit Sicherheit nicht verantwortlich”, versicherte Hein. „Wir wollen im Interesse des Vereins aber noch einmal einen neuen Impuls setzen”, erklärte der sportliche Leiter Goswin Caro, „mit einem neuen Trainer, der neue Ideen und Vorstellungen einbringt”.

Eine Entscheidung, die „uns nicht nur aus menschlicher Sicht nicht leicht gefallen ist”, betonte Caro, schließlich „hat Sven Anton Evivo nicht nur drei Jahre als Trainer, sondern davor auch neun Jahre als Spieler geprägt und den Dürener Volleyball dahin gebracht, wo wir heute stehen”.

Mit dem heute 40-Jährigen als Führungsspieler schaffte es Evivo dreimal ins Finale um die Deutsche Meisterschaft, ins deutsche Pokalfinale und bis in die europäische Champions-League. Unter dem Trainer Sven Anton wurde Evivo in der Saison 2008/09 auf Anhieb Dritter, scheiterte in einem denkwürdigen Pokalfinale 2010 erst im Tiebreak an Generali Haching und feierte in der laufenden Saison mit dem Einzug ins CEV-Pokal-Viertelfinale den größten internationalen Erfolg der Vereinsgeschichte.

Kein Wunder, dass die Entscheidung der Vereinsführung auch für Trainer Sven Anton völlig überraschend kam. „Ich hätte gerne in Düren verlängert, fühle mich hier sehr wohl”, macht der frühere Berliner aus seiner Enttäuschung keinen Hehl. Ein Nachfolger für Sven Anton ist derweil noch nicht in Sicht.
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