Der Trainer ist recht optimistisch

Von: Guido Jansen
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Gelingen Tim Elnser (rechts) h
Gelingen Tim Elnser (rechts) heute entscheidende Punkte gegen die Netzhoppers Königs Wusterhausen Bestensee? Foto: Guido Jansen

Düren. Anspruch und Wirklichkeit unter einen Hut zu kriegen ist oft ein Kunststück. Am Samstag versucht sich der Volleyball-Bundesligist Evivo Düren daran. „Wir haben den Anspruch, ins Halbfinale zu kommen”, sagte Trainer Söhnke Hinz vor dem fünften Spieltag. Der wird am Samstag um 19.30 Uhr angepfiffen. Dann empfängt Evivo in der Arena Kreis Düren die Netzhoppers Königs Wusterhausen Bestensee.

Es ist genau der Gegner, gegen den die Volleyballer von der Rur in den vergangenen Jahren kein Land gesehen haben. Dabei hatte Düren schon immer den Anspruch, besser abzuschneiden als das Team aus Brandenburg. Auch dieses Mal ist das so. Düren will ins Halbfinale. Das bedeutet, dass Platz vier angepeilt wird.

„Ziele höher gesteckt”

Die Netzhoppers möchten die Playoffs erreichen. Dafür ist mindestens Platz acht nötig. „Wir haben unsere Ziele höher gesteckt. Deswegen sind wir heute Favorit”, so Hinz. „Wenn auch nur ganz leicht”, fügte der Dürener Trainer hinzu. Denn das die Netzhoppers zum Stolperstein werden können, dass wissen die Dürener nicht nur aus sechs Niederlagen in den jüngsten sechs Bundesligaspielen.

Diesen Rückschluss lässt auch der Blick auf die Mannschaften zu. Beide Teams sind jung und unerfahren. Mit Stefan Hübner fehlt der Routinier auf Dürener Seite, mit Manuel Riecke der bei den Netzhoppers.

Der Gegner hat mit Sebastian Fuchs einen Angreifer in seinen Reihen, den Düren ebenfalls im Auge hatte, um den Weggang von Nationalspieler Christian Dünnes zu Generali Haching zu kompensieren. Letztlich hat sich Evivo jedoch für Matthias Böhme entschieden, den ehemaligen Netzhopper. Fuchs ist jetzt sein Nachfolger dort geworden. Die Hauptangreifer der Gegner am Samstag unterscheiden sich. Fuchs ist mit viel Athletik gesegnet und erreicht eine große Abschlaghöhe. Böhme dagegen langt mit größerer Wucht hin.

Jung und groß gewachsen

Im Außenangriff stehen sich beispielsweise Netzhoppers Sebastian Krause und Evivo-Neuzugang Christian Fromm gegenüber. Auch Krause war in Düren Kandidat für die Position, die Fromm jetzt spielt. Beide sind jung und groß gewachsen. Fromm bringt allerdings mehr Kraft mit. Trotzdem: Unter dem Strich sind die Unterschiede gering. „Da werden Kleinigkeiten entscheiden”, ist sich Söhnke Hinz sicher. Und deswegen erwartet er ein spannendes Spiel.

Auf dem Spielfeld zählt...

Darüber hinaus ist Söhnke Hinz gespannt, ob sich die kleinen Fortschritte, die seine Mannschaft im Training zeigt, auch auf dem Spielfeld zeigen. „Erst wenn das der Fall ist, dann kann man davon sprechen, dass wir einen Schritt weiter gekommen sind. Fortschritte im Training haben keinen Wert, wenn sie im Spiel nicht stattfinden”, so Hinz. Für Evivo geht es am Samstag also nicht nur um Anspruch und Wirklichkeit, sondern auch um Theorie und Praxis.
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