Der erste von vier möglichen Siegen Evivos?

Von: Franz Sistemich
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Müssen versuchen, die Angreif
Müssen versuchen, die Angreifer des TV Bühl zu blocken: Dürens Mittelblocker Georg Klein und Jaromir Zachrich. Foto: Sistemich

Düren. Im dritten Spiel der Meisterschaftsrunde ist Georg Klein in das kalte Wasser geschmissen worden. Gegen Generali Haching musste Stefan Hübner mit einer Fußverletzung ausscheiden.

Und seitdem stand statt des 36-jährigen Routiniers immer der 20-jährige Nachwuchsspieler in der Startformation des Volleyball-Bundesligisten Evivo Düren. Und weil der frühere Kapitän der deutschen Nationalmannschaft vorzeitig seine beachtliche Laufbahn beenden musste, liegt es weiter auch an Georg Klein, die Saison des dreifachen deutschen Vizemeisters zu einem einigermaßen versöhnlichen Ende zu führen. Und das heißt: „Mit zwei Siegen in den letzten vier Partien der Hauptrunde haben wir gute Chancen, die Play-off-Runde doch noch zu erreichen, mit drei Siegen sind wir eher sicher drin”, rechnet Dürens Coach Söhnke Hinz vor.

Sieg Nummer 1 könnte Evivo am heutigen Samstag einfahren. Dementsprechend wollen der Trainer und seine Akteure die Partie beim TV Bühl angehen: „Wir sind alle sehr motiviert. Wir wissen, jetzt geht es um Alles oder Nichts”, sagt Georg Klein mit Blick auf die Partie in sogenannten „Schuhkarton” des TV Bühl. Eng ist die Halle, eine niedrige Decke hat sie. Und tausend Zuschauer verwandeln die Spielstätte regelmäßig in einen Hexenkessel. Dies hält den 20-Jährigen aber keinesfalls ab, zuversichtlich der Begegnung entgegenzusehen: „Wir alle wollen in die Play-off-Runde, mit diesen Spielern können wir es auch schaffen.” Und eine derart tolle Atmosphäre stimuliert noch zusätzlich: „Ich spiele gerne in vollen und lauten Hallen, auch wenn die gegnerischen Fans gegen mich sind”, freut sich der Mittelblocker auf den heißen Tanz im Badischen.

Natürlich wäre es Klein lieber, um den vierten oder fünften Platz zu spielen, als um den Einzug in die Runde der letzten acht Teams zittern zu müssen, aber dennoch gewinnt er der Situation positive Seiten ab: „Sie kann sich eben nur positiv auf meine weitere Entwicklung auswirken, weil ich bei jedem Spiel immer besser lerne, mit den Anforderungen umzugehen.”

Die Konzentration richtet sich auch immer nur auf das nächste Spiel: „Ich könnte auf Anhieb nicht sagen, welcher unserer Konkurrenten noch welche Gegner und wie viele Punkte die einzelnen Teams haben”, verbieten sich für den Mittelblocker die unterschiedlichsten Rechenspiele.

Wichtig sei, in jeder Partie die beste Leistung abzurufen - sowohl persönlich als auch mit dem Team. So also auch am Samstag in Bühl. Im Hinspiel unterlagen die Hausherren dem TV im Tiebreak. Damals fehlte Außenangreifer Matthias Böhme. „Und trotzdem standen wir vor dem Sieg gegen diese nicht mit außergewöhnlichen Spielern bestückte, aber mit ihrer großen Homogenität bestechende Mannschaft”, erinnert sich Söhnke Hinz und weist gleichzeitig auf die herausragende Eigenschaft der Gastgeber hin: keine Stars, aber ein Team.

Zwar kann Hinz am Samstag im Gegensatz zum Hinspiel Matthias Böhme wieder einsetzen, dafür fehlt Tim Elsner in Annahme und Außenangriff, wird wohl auch Joe Deimeke nur im äußersten Notfall für ein paar Annahmen zur Verfügung stehen. Am Donnerstag trainierte der US-Amerikaner nach seiner Fußverletzung zum ersten Mal wieder und sehr vorsichtig mit dem Team. Annahmen waren erlaubt, Sprünge verboten. Zugang Tibor Filo, der Mittelblocker, findet sich nach Aussage von Hinz immer besser mit der Mannschaft zurecht, ist immer eine (Einwechsel-)Option.

Während der ganzen Woche haben die Evivo-Volleyballer in der Burgau-Halle oder an der Euskirchener Straße trainiert, einerseits, weil in der Arena die jecken Weiber feierten, andererseits, weil die Spielstätte in Bühl - siehe oben - eine niedrige Hallenhöhe hat. Klar ist, Dürens Annahme darf nicht so wackeln wie gegen Moers, Dürens Aufschläge müssen besser kommen als gegen den MSC. „Wir haben die Aufgabe bei den Netzhoppers gut gemeistert, wir haben auch die Möglichkeit, in Bühl zu gewinnen”, betont Hinz und fordert: „Wir müssen emotional dagegenhalten.”
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