Düren - Das Evivo-Lager trauert den „Big Points” nach

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Das Evivo-Lager trauert den „Big Points” nach

Von: pl
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Der Block von Dürens Kamil Kacprzak kommt zu spät: Berlins Angreifer kann punkten. Foto: Sistemich

Düren. SCC-Zuspieler Jaroslav Skach brachte es auf den Punkt: „Beide Mannschaften haben bis zum Umfallen gekämpft. Denn keiner wollte verlieren!” Leider liegt es in der Natur der Sportart Volleyball, dass es kein Unentschieden gibt.

Also musste ein Team verlieren. Es war Evivo. Wenn auch knapp mit 2:3. Und noch deutlicher, als beim 1:3 gegen Haching zwei Wochen zuvor, konnten die Dürener nachweisen, mit einem der Arrivierten aus der Branche mitgehalten zu haben. 1300 Zuschauer in der Arena bekamen engagierten Sport geboten.

Klar, dass man im Dürener Lager den „Big Points” nachtrauerte. „Wir hatten ganz klar die Chance zu gewinnen”, redete Evivo-Außenangreifer Christoph Eichbaum Klartext. Vier Sätze war man dem SCC Berlin auf Augenhöhe entgegengetreten. „Leider hatten wir im dritten Satz - wie schon gegen Haching - einen Einbruch. Und dann ist es natürlich doppelt schwer, am Ende zu gewinnen”, analysierte Eichbaum.

Der vermaledeite dritte Satz. „Da hat unsere Annahme gewackelt. Das kann gegen so ein Team wie Berlin passieren”, erklärte Trainer Sven Anton emotionslos. Was ihn mehr in Rage versetzte, waren liegengelassene Punktchancen - etwa im Tiebreak. 2:0 führte Düren, konnte wieder in Ruhe aufbauen, aber Felix Isaak brachte seinen Schnellangriff nicht auf den Boden. Kurze Zeit später wieder die Chance aus bedrängter Position. Isaak musste statt Merten Krüger zuspielen. Standard! Dann wird der Diagonalspieler gesucht. Aber nicht Christian Dünnes bekam den Pass, sondern Nicolai Kracht, der - verdutzt - den Ball nur lasch übers Netz heben konnte. „Der SCC hat dagegen seinen Stiefel einfach runtergespielt”, notierte Eichbaum den Unterschied.

Anton machte das - zum wiederholten Mal - auch in Zahlen fest. „Guckt Euch doch mal die anderen Teams an. Was da an Erfahrung auf dem Feld steht. Und da halten wir mit Spielern mit, die zum Großteil erst 22 Jahre alt sind.”

33 Jahre alt ist dagegen Berlins Diagonalspieler Aleksandar Spirovski SCC-Coach Mark Lebedew brachte ihn Mitte des zweiten Satzes, als Düren auf 19:12 davonzog. Noch während des Satzes schlich sich erodierend Unsicherheit ins Dürener Spiel ein. Am Ende brachten Dünnes und Co. einen Drei-Punkte-Vorsprung über die Ziellinie. Aber damit war der Kurs für den dritten Satz vorgezeichnet. 7:1, 11:4 und 21:11 legte SCC vor - nicht nur wegen, aber auch mit einem Aleksandar Spirovski Dass und wie die Dürener im vierten Satz zurückkamen - Respekt! Und Kompliment von Lebedew. „Düren hat perfekt gegen uns gespielt. Die Taktik durchgehalten.”

Die Dürener schüttelten sich am Abend kurz - dann ging der Blick schon nach vorn. Samstag spielt Evivo beim TV Bühl. „Die Halle da ist nur halb so hoch wie unsere”, wies Anton schon mal auf die äußeren Umstände hin. Heriberto Quero - der Ex-Dürener - soll krank sein. Nichts, was Anton beeindrucken kann. „Wir müssen gegen Bühl, Moers und in Gotha gewinnen, wenn wir die Chance auf den vierten Platz wahren wollen.” Zurzeit ist Evivo Sechster. Bleibt es so, ist der erste Gegner in den Play-Offs - der SCC Berlin. Auch eine schöne Aussicht!
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