Christian Dünnes droht eine längere Sperre

Von: Jörg Abels
Letzte Aktualisierung:
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Die Annahme - im Bild mit Kapitän Jan Umlauft - war gegen die Netzhoppers die große Schwachstelle im Evivo-Spiel. Foto: Abels

Düren. Angesichts der Verletzungsmisere war es nur eine Frage der Zeit, bis Evivo Düren die Kräfte schwinden würden. Samstagabend in der Arena war es soweit: 2:3 mussten sich Umlauft & Co. trotz 2:0-Führung geschlagen geben.

Ausgerechnet gegen die von Mirko Culic trainierten Netzhoppers Königs Wusterhausen, gegen die Evivo einfach nicht mehr gewinnen kann, seit sie von Dürens Ex-Trainer betreut werden.

Mehr noch aber wie die verpasste Chance, den gegen Friedrichshafen unterlegenen SCC Berlin im Kampf um den dritten Tabellenplatz vorentscheidend zu distanzieren, wird eine Szene aus dem Tiebreak Evivo schmerzen, die noch ein Nachspiel haben dürfte.

In der Hitze des Gefechts ließ sich der ansonsten als besonnen geltende Christian Dünnes zu einer Affektreaktion hinreißen. Nach einer strittigen Entscheidung ging der 24-Jährige lautstark auf den Linienrichter los und schubste ihn.

Zwar durfte Dünnes die Partie beenden, doch notierten die Unparteiischen den Vorfall im Spielbericht. Jetzt droht Dürens wichtigstem Angreifer eine mehrwöchige Sperre.

„Hoffentlich fällt er nicht auch fürs Pokalfinale aus”, wollte Sven Anton am Sonntag mit Blick auf das schwebende Verfahren den Vorfall nicht weiter kommentieren.

Verletzungsmisere

Dass der 24-Jährige noch am Spieltag mit Fieber im Bett gelegen hatte und trotz 26 Punkten sichtlich nicht im Vollbesitz seiner Kräfte war, dürfte bei der Strafbemessung nur eine untergeordnete Rolle spielen, zeigt aber die Misere, in der Evivo zurzeit steckt.

Angesichts der Verletzungsmisere fehlten Trainer Sven Anton gegen KW nicht nur auf der Diagonalposition die personellen Alternativen. Als Dürens Annahme im Verlauf des zweiten Satzes allmählich zu wackeln begann und weder Kapitän Jan Umlauft noch Nicolai Kracht im Angriff für den nur mit angezogener Handbremse spielenden Dünnes einspringen konnten, konnte Dürens Coach nicht mal eben reagieren wie sein Kollege Culic auf der anderen Seite, der schon früh versuchte mit ständigen Wechseln, den Evivo-Spielfluss zu unterbinden.

Zwar trugen Olieman und Rademacher das Trikot und machten sich warm, beide aber sind lange noch nicht im Vollbesitz ihrer Kräfte.

So konnte KW-Angreifer Matthias Böhme nahezu nach Belieben punkten und avancierte mit 33 Punkten zum besten Spieler des Tages in einer Mannschaft, die für ihr von Culic gefordertes hohes Risiko in den entscheidenden Situationen belohnt wurde.
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