Bundesligist Evivo beendet die Ära mit Sven Anton

Von: Guido Jansen
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Bundesligist Evivo beendet die Ära mit Sven Anton. Foto: imago/mika

Düren. Die Ära Sven Anton endet in diesem Jahr. Nach insgesamt zwölf Jahren als Spieler und Trainer trennen sich die Wege von Anton und Evivo Düren. Die Verantwortlichen des Volleyball-Bundesligisten haben sich dazu entschieden, den Vertrag mit Anton nicht zu verlängern.

Evivo befindet sich ab jetzt auf der Suche nach einem neuen Trainer. „Nach drei Jahren wollen wir was verändern”, begründete Geschäftsführer Rüdiger Hein die Entscheidung. Weitere Gründe nannten weder Hein noch der sportliche Leiter Goswin Caro. Ein Nachfolger stehe bisher nicht fest.

Anton reagierte enttäuscht. „Ich finde das sehr schade. Wir hatten die Chance, hier etwas aufzubauen. Über die Entscheidung bin ich sehr enttäuscht.” Das gelte auch für den Zeitpunkt, an dem Anton über diese Entscheidung unterrichtet wurde. Ende Februar lief die Frist für das Ziehen der Option zur Vertragsverlängerung aus. Am letzten Februar-Tag erfuhr Anton, dass Evivo die Option nicht nutzen wird. „Das hätten die Verantwortlichen mit auch früher sagen können”, so Anton. Hein argumentierte, dass sich beide Seiten im vergangenen Jahr auf diesen Termin verständigt hätten, so dass für alle Beteiligten frühzeitig klar sei, woran sie sind.

Mit Sven Anton geht der Mann von Bord, der maßgeblichen Anteil am Aufstieg der Dürener Volleyballer hatte. 1999 wechselte der Linkshänder aus Berlin nach Düren. Als Spieler war er neun Jahre lang Herz und Seele der Mannschaft. Mit Anton auf dem Feld schaffte es Düren 2000 erstmals bis in die Playoffs, 2005 zum ersten Mal in das Finale und in die Champions League. Der heute 40-Jährige ist die Symbolfigur für den Dürener Aufstieg.

Im vergangenen Jahr erreichte Evivo unter Anton als Trainer Platz drei in der Meisterschaft und Platz zwei im Pokal. Anfang diesen Jahres schied Evivo im Viertelfinale des Europapokals aus. So weit war der Verein international bis dato noch nicht gekommen.

Die Gründe für die Trennung bleiben im Unklaren. Denn darauf, dass der erhoffte sportliche Erfolg bisher nicht eingetreten ist, hatte Anton wenig Einfluss.

Ursprünglich waren Pokalfinale und mindestens das Halbfinale in der Meisterschaft angepeilt worden. Verletzungspech und das Karriereende von Routinier Ilja Wiederschein haben einen Strich durch die Dürener Rechnung gemacht.

„Wenn wir mit der sportlichen Situation unzufrieden wären, hätten wir uns ja auch vorzeitig trennen können”, betonte Caro. „Wir sind uns aber sicher, dass Sven und die Mannschaft die Saison stark zu Ende spielen.”

Seit der Verpflichtung von Mittelblocker Stefan Hübner im Sommer gab es in Expertenkreisen das Gerücht, dass Hübner der von langer Hand geplante Nachfolger sei. Hübner selbst widersprach dem am Mittwoch. „Ich habe bis Sommer 2012 einen Vertrag als Spieler. Den will ich erfüllen. Ich arbeite derzeit hart an meiner Rückkehr und habe ehrgeizige sportliche Ziele bis zum nächsten Jahr”, so Hübner.

Der 35-Jährige will im Herbst bei der Europameisterschaft und im kommenden Jahr bei den Olympischen Spielen dabei sein. Als Spieler.
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