Aachen - Bundesliga-Volleyballerinnen kassieren achte Niederlage in Folge

Bundesliga-Volleyballerinnen kassieren achte Niederlage in Folge

Von: Max Eckstein
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Sie hätte auf die Ehrung als beste Alemannin liebend gerne verzichtet und dafür gewonnen: Mareike Hindriksen. Foto: Wolfgang Birkenstock

Aachen. Der Frust stand ihnen deutlich sichtbar ins Gesicht geschrieben. Wieder waren Alemannia Aachens Bundesliga-Volleyballerinnen hoch motiviert und mit berechtigten Siegambitionen in eine Partie gegangen, wieder standen sie am Ende mit leeren Händen da - zum achten Mal in Folge. Beim 1:3 (23:25, 25:12, 21:25, 27:29) gegen den SC Potsdam war auch der Satzgewinn kein Trost.

Mareike Hindriksen, vom Gästecoach Michael Merten und seinem Assistenten Volker Knedel zur besten Alemannin auserkoren, sprach für ihre Teamgefährtinnen, unter denen vor allem Anika Brinkmann ebenfalls eine grandiose Vorstellung ablieferte. „Ich bin extrem enttäuscht”, gestand die Zuspielerin ein. „Wir hatten uns so viel vorgenommen. Über diese Ehrung freue ich mich zwar, hätte sie aber liebend gerne gegen Punkte eingetauscht.”

Auch Stefan Falter machte aus seinem Herzen keine Mördergrube. „Wir alle sind richtig niedergeschlagen”, rang Aachens Trainer nach Worten. „Jetzt hatten wir eigens ein ganz neues Spielsystem gewählt, der Überraschungseffekt blieb aber aus. Wir denken in kleinen Schritten. Aber die führen nach vorne. Im nächsten Spiel wird uns mit Hamburg ein dicker Fisch vorgesetzt. Aber vielleicht fangen wir ihn ja.”

Mit dem besagten neuen Spielsystem wollte der erfahrene Coach seiner Mannschaft mehr Stabilität geben. Jana Franziska Poll wurde auf die Diagonalposition gestellt und sprang ein, wenn eine Mitspielerin in der Annahme schwächelte. Potsdams junge Garde - drei aus dem SC-Kader trugen im vergangenen Jahr dazu bei, dass Deutschlands Juniorinnen in Mexiko den Weltmeistertitel holten - hatte aber etwas dagegen.

Im ersten Durchgang begegneten sich die Konkurrenten auf Augenhöhe. Während die gastgebenden „ladies in black” allenfalls Rückstände egalisierten, setzte sich der Tabellenzehnte zwischenzeitlich auf sechs Punkte (12:18) ab. Beim 19:24 riss sich Aachen zusammen, machte vier Zähler in Folge, um mit einem im Netz landenden Aufschlag den Satz zu beenden.

Der zweite Abschnitt war eine echte Lehrstunde für den SCP. Über 9:2 und 16:6 gewann man in einer Deutlichkeit, wie sie seit dem Bundesligaaufstieg noch nicht registriert worden. Gerade deshalb rieben sich die 850 Zuschauer verwundert die Augen, als die Alemannia den Gast zur Rückkehr ins Spiel „einlud”. Mit 7:3 lag Stefan Falters Mannschaft vorne, bevor die Wende kam. Zwar gelang noch einmal eine Zwei-Punkte-Führung (19:17), dann lief aber gar nichts mehr.

Auf dem Weg in den Entscheidungssatz schien das Team in Abschnitt 4 zu sein, als 16:12 auf der Anzeigetafel stand. Das schreckte Potsdam keineswegs. „Ich habe mich auf Aachen gefreut, weil den Fans ein so guter Ruf vorauseilt”, erklärte Michael Merten. „Dass ich jetzt erst recht Spaß habe, ist ja klar.” Damit fand er auf Aachener Seite wenig Gegenliebe...
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