Düren - Bittere Niederlage muss aus den Köpfen

Bittere Niederlage muss aus den Köpfen

Von: Guido Jansen
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Er war Dürens Bester am Samst
Er war Dürens Bester am Samstag und muss auch gegen Bühl Verantwortung übernehmen: Tim Elsner. Foto: Guido Jansen

Düren. Ein Ausrutscher oder aber ein ernsthaftes Problem? Die Frage, wie die Niederlage von Evivo Düren in der Volleyball-Bundesliga gegen die Netzhoppers Königs Wusterhausen Bestensee zu beantworten ist, wird sich am Mittwochabend zeigen. Dann trifft Düren in der Arena Kreis Düren (19.30 Uhr) auf den TV Bühl.

Nach zwei Niederlagen in den ersten beiden Heimspielen muss ein Sieg in der Arena her. Andernfalls droht Düren ein Rückschlag. Von einem Schicksalsspiel zu sprechen wäre jedoch deutlich überzogen.

Noch im Soll

Die Ausgangssituation lässt sich am besten in Zahlen ausdrücken. 6:6 Punkte nach den ersten sechs Spielen - das wäre voll im Soll angesichts des schweren Auftaktprogramms. 4:8 Punkte würden bedeuten, dass Düren hinter dem Fahrplan liegt. „Uns war von vorne hinein klar, dass solche Spiele kommen können”, hat Trainer Söhnke Hinz nach dem bitteren 1:3 gegen Angstgegner Netzhoppers Königs Wusterhausen Bestensee gesagt.

Der neue Trainer hat recht. Düren ist jung und spielt deshalb nicht immer auf seinem besten Niveau. Und die Liga ist so ausgeglichen, dass Evivo Spiele gegen Teams aus dem Mittelfeld verliert, wenn die Mannschaft ihr Potenzial nicht abruft. So etwas kann durchaus auch ein zweites Mal hintereinander passieren. Darf es aber nicht. Und das macht die Partie gegen Bühl morgen so interessant.

Spielt Evivo wieder auf dem Niveau der ersten beiden Partien, dann sollte ein Sieg möglich sein. Dann kann die Netzhoppers-Niederlage erst mal als Ausrutscher verbucht werden. Verliert Evivo aber erneut, dann bedeutet das die vierte Niederlage in Folge. Die Mannschaft steht ganz schön unter Druck...

„Damit müssen die Jungs zurecht kommen”, sprach Hinz von seiner Erwartungshaltung an die mentale Stabilität seiner Spieler. Bis zum Anpfiff morgen Abend in der Arena Kreis Düren soll sich die Mannschaft die notwendige Stabilität erarbeiten, um stark verbesserte Bühler schlagen zu können. Der Konkurrent Bühl hat sich im Vergleich zur vergangenen Saison verbessert.

Als „Spion” in Moers

Diesen Eindruck hat Söhnke Hinz am Sonntag mit aus Moers gebracht. Da trafen die beiden nächsten Dürener Gegner direkt aufeinander und der Evivo-Trainer war dort, um zu spionieren. „Wenn Bühl auf seinem besten Niveau spielt, dann sind sie schwer zu schlagen”, fasste Hinz die Sätze drei und vier zusammen. Moers konnte die Durchgänge eins, zwei und fünf gewinnen. Vor allem zu Beginn der Partie lief bei dem Team aus dem Badischen nicht viel zusammen.

„Wir konnten schon einige Dinge beobachten, die für unsere Spielvorbereitung interessant sind”, so der Dürener Trainer. Einen Wissensvorsprung hat er deswegen prinzipiell nicht. Denn die Bühler waren ihrerseits am Samstag in Düren zu Gast, um das Spiel gegen die Netzhoppers zu beobachten.

Mit eigenen Stärken punkten

Unabhängig von den Dingen, die Evivo tun muss, um Bühl zu schwächen, muss die junge Mannschaft daran arbeiten, mit den eigenen Stärken zu punkten. Gegen die Netzhoppers kam der Angriff bei weitem nicht wie gewünscht zum Tragen.

Christian Fromm spielte anständig, Tim Elsner gar sehr gut. Zwei Spieler, die auch noch die gleiche Position bekleiden, reichen aber nicht, um ein Spiel gegen eine so gut organisierte Mannschaft wie die Netzhoppers zu gewinnen. Deswegen steht weiter die Feinabstimmung zwischen Zuspieler und Angreifer auf dem Trainingsplan. Und die Leistung im Aufschlag. Die war am Samstag duchchaus ausbaufähig...
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