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Anton: „Eigentlich sind wir besser”

Von: Guido Jansen
Letzte Aktualisierung:
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Fabian Kohl (vorne) und Christoph Eichbaum brauchen Unterstützung in der Annahme. Evivo ist auf der Suche. Bis zum Rückspiel gegen Bukarest wird das wohl kaum klappen. Foto: Guido Jansen

Düren/Bukarest. Evivo Düren hat einen wunden Punkt. Das wurde beim Europapokal-Spiel am Dienstag in Bukarest offensichtlich. 2:3 haben die Volleyballer von der Rur verloren. Evivo ist mehr an sich selbst als am Gegner gescheitert.

Der erste Ball-Kontakt ist derzeit nicht konstant gut genug. Und wenn das der Fall ist, dann läuft das restliche Spiel nicht. Der Aufschlag hat funktioniert. Aber das Gegenteil, die Annahme der gegnerischen Aufschläge, ist irgendwo zwischen Karpaten und Walachei auf der Strecke geblieben. Auf eklatante Weise offensichtlich wurde dieses Problem im 5. Satz. Denn hat Evivo in Bukarest nur deswegen verloren, weil die Mannschaft dem durchschnittlichen Aufschlagspiel der Rumänen nicht Stand halten konnte. Der Grund ist mittlerweile offenkundig. Evivo fehlt ein gelernter Annahme-Spieler.

Davon hat die Mannschaft derzeit genau einen, nämlich Christoph Eichbaum. Petko Tunchevs Vertrag wurde aufgelöst, Nikolai Kracht spielt die Position noch nicht lange. Und das Experiment mit Christian Dünnes im Außenangriff ist gescheitert. Vorläufig zumindest. Dazu kommt, dass Abwehrchef Fabian Kohl noch nicht zur Form der vergangenen Saison zurück gefunden hat. Der Stress mit dem Studium und das verletzte Knie machen ihm zu schaffen. Bekanntlich wird der 21-Jährige am Monatsende operiert und dann für einige Wochen vom Ex-Nationalspieler Till Lieber ersetzt.

Kracht und Eichbaum müssen derzeit durchspielen. Das ist ungewöhnlich. „Normalerweise kannst du wechseln, sobald ein Spieler wackelt. Wir können das im Moment nicht”, sagte der sportliche Leiter Goswin Caro. Dem Gegner bietet sich damit die Gelegenheit, die Schwachstelle immer weiter zu bearbeiten.

Düren braucht dringend eine Verstärkung. Mittlerweile läuft die Suche auf Hochtouren. Und zwar derart, dass der Verein hofft, spätestens zu Beginn der kommenden Woche ein Problem weniger zu haben. Fest steht nur eins: Der Spieler wird aus dem Ausland kommen. Der deutsche Markt ist abgegrast, ein mögliches Leihgeschäft mit dem SCC Berlin platze schon vor einigen Wochen.

Ob der Neue allerdings schon zum Rückspiel zur Verfügung stehen wird, ist ob des langatmigen Transfer-Vorgangs für ausländische Spieler fraglich. „Das sollten wir auch ohne Verstärkung schaffen”, nahm Trainer Sven Anton seine Spieler nach der Niederlage in Bukarest in die Pflicht. Der Gegner habe zwar wenig Fehler gemacht. „Aber trotzdem hätten wir sie schlagen müssen”, sprach Anton von einem verschenkten Sieg. Dramatisch ist diese Tatsache aber noch nicht. Am Dienstag steigt das Rückspiel in Düren.

Erst muss Evivo das Spiel gewinnen, anschließend den Entscheidungssatz. So wie schon in der ersten Runde gegen Antwerpen. Ob ab 19.30 Uhr Uhr in der Arena wieder mit einem Krimi über fast drei Stunden zu rechnen ist, bleibt abzuwarten. Anton hat seine Zweifel daran, weil er nach eigenem Bekunden an ein schnelleres Ende zu Gunsten seiner Truppe glaubt. „Eigentlich sind wir besser als Bukarest. Das müssen wir zeigen. Dann schaffen wir den Sprung ins Viertelfinale.”
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